Kinderlächeln statt nur verwalten

Sabine Frücht wird Leiterin der neuen Kita Am Sandthof der Martin-Franz-Stiftung. Derzeit leitet sie die Stiftungs-Kita am Gärtnerweg
Sabine Frücht wird Leiterin der neuen Kita Am Sandthof der Martin-Franz-Stiftung. Derzeit leitet sie die Stiftungs-Kita am Gärtnerweg
Foto: Anne Wohland
Was wir bereits wissen
Sabine Frücht, bisherige Leiterin der Gocher Kita am Gärtnerweg, übernimmt die Leitung der neu entstehenden Sandthof-Kita, auch um wieder Erzieherin zu sein

Goch..  Klar ist eine Bobbycar-Renn-strecke eingeplant, drinnen auf dem Flur. Klar gibt’s draußen einen Matschplatz (Tarnname: Wasserspielplatz), weil das Außengelände der neu entstehenden Kita es hergibt. 2700 Quadratmeter Fläche, 555 Quadratmeter im Haus. Samt Aufzug. Auch ein Bauwagen wird im Grün stehen, mit Spielmaterial für die Kita-Kinder der neuen, dreigruppigen Kita in einem Privatgebäude Am Sandthof, welche die Martin-Franz-Stiftung zum neuen Kita-Jahr im August ins Rollen bringt (wie berichtet).

Für Sabine Frücht eine große Chance, wieder näher „an die Arbeit mit dem Kind“ heran zu rücken, wie die gelernte Erzieherin einwirft. Vor zwei Wochen fragte ihr Arbeitgeber, die Martin-Franz-Stiftung, ob sie nicht die Leiterin der neuen Kita werde wolle. Ja, sie wollte und beschert der neuen Kita so einen sanften Start. Schließlich ist sie bereits seit 2006 Kita-Leiterin, ebenfalls für die Stiftung, nur eben am Gärtnerweg. Insgesamt zu neunt werden später einmal die Kita-Kinder betreut.

Noch steht das Team nicht, die Bewerbungen laufen. Doch das klappt gut. Viele Erzieherinnen haben Interesse, freut sich der Verwaltungsleiter der Stiftung, Gerd Thyssen. Ziel ist von jeder der drei derzeitigen Stiftungskitas Erzieherinnen für den neuen, vierten Standort zu gewinnen, um dort verlässlich und eingespielt starten zu können. Und auch problemlos die entstehenden Lücken in den derzeitigen Kitas zu schließen, darunter auch die bald vakante Leitungsstelle am Gärtnerweg.

Anmeldungen laufen

Warum die Kitaleiterin ihren Arbeitsort wechselt, das ist eine simple Rechnung. Am Gärtnerweg gibt es vier Gruppen, so viele, dass die Leiterin komplett für Leitungstätigkeiten freigestellt ist. Ein großer Berg an Verwaltungsarbeit, vor allem seit der 2008er Kinderbildungsgesetzgebung (KiBiz), sagt Frücht. Weil die Sandthof-Kita drei Gruppen haben wird, mixt sich in den Arbeitsalltag der 36-Jährigen Gocherin (die in ihrer Freizeit mächtig Spaß als 1. Sitzungspräsidentin den Damensitzungen des Kolping Karneval Komitees 1885 hat) wieder die Erzieherarbeit. Sie wird wieder eine Gruppe mitleiten.

„Leiterin einer Kita zu sein, ist einfach ein völlig anderer Beruf als der einer Erzieherin“, sagt die Mutter von Zwillingen. „Die Chance ist jetzt für mich da, nicht nur Managerin zu sein, sondern auch wieder Pädagogin.“