Kevelaerer Unternehmer weiterhin in U-Haft

Kevelaer/Hagen..  Gute zwei Stunden dauerte die nichtöffentliche Anhörung am vergangenen Donnerstag – mit klarem Ergebnis. Die zuständige Strafkammer am Landgericht in Hagen teilte dem in U-Haft sitzenden Kevelaerer Unternehmer mit, dass sein gestellter Haftprüfungsantrag „ohne Aussicht auf Erfolg sein dürfte“, fasste es der zuständige Pressesprecher und Richter am Landgericht Jan Schulte gestern zusammen. Daraufhin nahm der Kevelaerer den Haftprüfungsantrag zurück, der klären sollte, ob er aus der Untersuchungshaft entlassen werden könne. Inhaltliche Details werden nicht bekanntgegeben.

Wie berichtet sitzt seit Dezember ein Kevelaerer Geschäftsmann in Hagen in U-Haft, weil er mit drei anderen Männern am 3-Tonnen-Mariuhanafund (dem größten, den das Zollfahndungsamt in Essen in den vergangenen zehn Jahren gemacht hat), beteiligt sein soll – was der 49-jährige Kevelaerer verneint. Die Fahnder hatten am 5. Dezember drei Tonnen Marihuana in einem Container im Hafen von Antwerpen (Wert 30 Millionen Euro) beschlagnahmt.

Bis zum Urteil sitzen die in den Drogenschmuggel Verwickelten in U-Haft. Darunter auch der Kevelaerer Geschäftsmann, der in Kleve ein Studentenwohnheim am Spoykanal errichten wollte. Er soll Geschäftsbereiche seiner verschiedenen Unternehmen am Niederrhein und in England für die Verdeckung der Drogengeschäfte genutzt haben.

Laut Landgericht könnte – wie berichtet – die Hauptverhandlung mit derzeit eingeplanten 70 Prozesstagen am zuständigen Hagener Landgericht im Juni beginnen.