„Keine optische Schönheit“

Dirk Altenburg: „Wir verweisen an der Bahnhofstraße auf die historische Stadt Kalkar und fällt der Blick dann nach rechts, sehen wir diese Discounter.“
Dirk Altenburg: „Wir verweisen an der Bahnhofstraße auf die historische Stadt Kalkar und fällt der Blick dann nach rechts, sehen wir diese Discounter.“
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Grüne und Forum Kalkar kritisieren die Gestaltung des neuen Einkaufszentrums. Die Discounter wirkten als Eingangstor zur Stadt abweisend

Kalkar.. Das neue Fachmarktzentrum in Kalkar sei keine Zierde für die Stadt. Das Forum kritisierte in der letzten Ratssitzung die geschlossene Bauweise der Discounter, die wenig einladend sei. „Das Fachmarktzentrum ist keine optische Schönheit. Wir verweisen an der Bahnhofstraße auf die historische Stadt Kalkar und fällt der Blick dann nach rechts, sehen wir diese Discounter. Das Zentrum steht jetzt halt dort und es ist auch gut so“, sagte Dirk Altenburg vom Forum. Allerdings hätte man sich architektonisch etwas Schöneres gewünscht.

„Kalkar hat anstandslos gefressen“

Willibald Kunisch (Grüne) hätte gern eine Gestaltungssatzung für das neue Handelszentrum an der Bahnhofstraße gesehen: „Es geht um die äußere Gestaltung dieser Gebäude. Das sind Verkaufshallen geworden“, so Kunisch. Er bemängelt, dass man zu schnell auf die Forderungen des Investors Schoofs eingegangen sei: „Herr Schoofs stand mit der Pistole da und hat gesagt: Friss oder stirb.“ Kalkar habe anstandslos gefressen.

Wilhelm Wolters wollte diese Kritik nicht unerwidert lassen: „Herr Kunisch, sie sind immer unvorbereitet. Sie können natürlich versuchen, Investoren von Kalkar abzuhalten, indem man noch weitere Hürden aufbaut. Wir haben mit dem Zentrum doch unsere Kaufkraft hier binden können. Das ist doch gut. Warum reden Sie Kalkar so schlecht? Unsere Stadt ist immer nur so gut, wie wir selber über sie reden.“

Auch Jochem Reinkens (SPD) hält das Handelszentrum für einen Gewinn: „Wenn sie jetzt die Architektur kritisieren, verkennen sie völlig die Bedingungen, wie Discounter bereit sind, zu investieren. Das sind fixe Vorgaben, da wird auch für Kalkar keine Ausnahme gemacht. Ich habe mit den Marktleitern gesprochen, die haben ihren Umsatz steigern können. Wir haben mehr Kunden als vorher, wir haben mehr Beschäftigte. Und wir wollen noch mehr Arbeitgeber haben.“

Fonck: „Ein Erfolg für die Stadt“

Bürgermeister Gerhard Fonck wandte sich an das Forum: „Die Bahnhofstraße liegt nicht im historischen Stadtkern von Kalkar. Das Fachmarktzentrum ist ein Erfolg geworden und ich höre von vielen Kalkarern, dass sie dankbar sind, jetzt ein größeres Angebot zu haben. Wir haben gebaut und in Emmerich wird immer noch geplant.“