Keine Einigung
09.10.2008 | 00:05 Uhr 2008-10-09T00:05:00+0200Gemeinde Bergen hält an ihrer Klage fest. Flughafen Niederrhein hat deren Bedingungen nicht erfüllt.
KREIS KLEVE. Keine Einigung - keine Rücknahme der Klage: Die niederländische Gemeinde Bergen stieß mit ihren Forderungen beim Flughafen Niederrhein erwartungsgemäß nicht auf offene Ohren. Wie berichtet hatte Bürgermeister Klaverdijk einen Rückzug der Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht Leipzig an Bedingungen geknüpft: Der Airport sollte die Gerichtskosten übernehmen und einen Teil des Erlöses aus dem Ticketverkauf an Bergen abtreten. Damit wollte die Gemeinde Lärmschutz finanzieren. Außerdem sollten Flüge samstags nicht vor neun und sonntags nicht vor zehn Uhr starten oder landen. Vorstellungen, auf die Flughafen nicht eingegangen sei, so Esther Heijmans von der Gemeinde Bergen. Der Airport habe ferner mitgeteilt, dass derartige Vereinbarungen nur Sinn machen würden, wenn alle Kläger zurückziehen würden. Und das sei nicht der Fall. Die Lärmbelästigungen würden im Rahmen der Normen liegen, die wiederum auf veralteten Vorschriften basieren, habe der Airport ferner mitgeteilt. Eingebunden in den Hinweis, Ryanair fliege ab Weeze mit den neuesten Boing-737-Modellen. Und die würden 40 Prozent weniger Lärm als ältere Modelle verursachen. Es bleibt also bei der mündlichen Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 16. Oktober. Bürgermeister Klaverdijk werde selbstverständlich teilnehmen, hieß es gestern aus Bergen.
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