Kartoffelkönigin kommt nach Bedburg-Hau

Bedburg-Hau..  Die Rheinische Kartoffelkönigin wird am Sonntag, 20. Juni, nach Bedburg-Hau kommen. Dort ist sie im Rahmen der Höfetour bei Bauer Wilhelm Matenaer, Uedemer Straße, zu Gast. Da steigt von 11 bis 17 Uhr ein Hoffest. Kartoffelkönigin Sarah Verhülsdonk aus Kevelaer ist da ganz in ihrem Element.

Die 19-Jährige hatte sich selbst für das Amt der Kartoffelkönigin beim Rheinischen Landwirtschaftsverband (RLV) beworben. „Einfach, weil ich finde, dass Kartoffeln unheimlich lecker sind“, sagt die junge Frau. „Ich habe den Wunsch, dass ich den Leuten zeigen kann, dass man mehr aus Kartoffeln machen kann als Pommes.“ Zum Beispiel mag sie am liebsten Schmörkes

Ihre Großeltern nannten sie nach der Wahl kurzerhand „Pippa-Queen“ – frei nach dem plattdeutschen Wort für Kartoffeln „Pippers“. Diesen Titel hat die junge Frau aus Kevelaer offiziell zum Start der Frühkartoffelsaison übernommen, als ihre Vorgängerin Kerstin Geiser das Amt feierlich an sie übergab. Ein schönes Geburtstagsgeschenk, einen Tag vorher war Sarah Verhülsdonk 20 Jahre alt geworden.

Auf die Bewerbung folgte die Einladung zum Vorstellungsgespräch beim RLV in Bonn und überzeugte. Ein Jahr lang wird sie jetzt mit Kartoffeln im ganzen Rheinland unterwegs sein. Und sie wird das Rheinland beim Bauerntag in Erfurt oder bei der Grünen Woche in Berlin vertreten. „Ich komme sicher viel herum“, sagt die junge Königin.

Tipps für die Amtszeit im Zeichen der Knolle holte sie sich bei Stefanie Külkens aus Kerken, die vor zwei Jahren Kartoffelkönigin war. „Sie hat mir gesagt, ich soll die Sache ganz locker angehen. Die Leute wären alle ganz nett und würden mich bei der Aufgabe toll unterstützen.“

Sarah Verhülsdonk kommt selbst vom Bauernhof. Sie lebt mit ihren beiden jüngeren Schwestern auf dem Milchviehbetrieb ihrer Eltern in Kevelaer. Dort absolviert sie gerade auch ihr Gesellenjahr. Kartoffeln werden auf dem heimischen Hof zwar nicht angebaut. Aber sie kennt sich „ganz gut bei dem Thema aus. Wichtig ist mir einfach, mich dafür einzusetzen, dass die Kartoffel vom Fast-Food-Image weg kommt.“

Sie wird das Bild einer modernen Landwirtschaft nach außen vertreten. Ab August wird sie die Fachschule für Agrarwirtschaft in Kleve besuchen und dort ihren Meister machen.

Sie kann sich durchaus vorstellen, später den elterlichen Hof zu übernehmen. Ihr Freund findet es toll, eine echte Königin an der Seite zu haben. Und Kinder, die ihr begegnen, sind sowieso begeistert. „Die kommen dann immer zu mir und fragen: Bist du wirklich eine echte Königin? Das ist unheimlich süß.“