Kalkar wälzt Kosten einfach ab

Zum.  Artikel „Rückenwind fürs Internetsurfen“ (Samstag, 27. Juni) schreibt Michael Ring, Ingenieurbüro für Energetische Gebäudebewertung, Eyland 49:

„Obwohl Herr Fonck sagt, dass für die Unternehmen wie auch für die entlegene Landwirtschaft die Internetversorgung wichtig sei, hat sich die Stadt dazu entschieden, in Emmericher Eyland, einem Dorf, in dem von 58 Hausanschlüssen 12 Unternehmen und Bauernhöfe sind, die Internetversorgung nicht von der Telekom durchführen zu lassen.

Stattdessen stehen nun 4 Satellitenschüsseln am Orteingang von Emmericher Eyland. Wahrscheinlich, weil diese Lösung am billigsten war.

Für die Stadt ! Aber nicht für die Anwohner. Bisher kam ich mit 70 GB Datenvolumen-Verbrauch und Telefonie bei einer langsamen Internetverbindung mit 35 € / Monat aus. Wenn ich zur Satellitenlösung wechseln würde, kostet mich das 210 € ! Zweihundertzehn Euro. Sehr elegant: Einfach die Kosten, ohne Nachzudenken, auf die Bevölkerung abschieben. Hier zeigt sich einmal wieder, wohin fehlende Kommunikation führen kann. Denn die Bewohner Emmericher Eylands wären sogar durch Eigeninitiative bereit gewesen, die laut Telekom so teuren Erdarbeiten selbst durchzuführen. Aber alles wurde im geheimen Kämmerlein beschlossen und wir Bürger vor vollendete Tatsachen gestellt.

Die Lösung mittels Satellitentechnik interessiert keinen einziger Bürger in Emmericher Eyland, denn die Technik ist teuer, unzuverlässig und nicht zukunftsweisend.

Mal wieder ein trauriges Beispiel für Steuerverschwendung !“