Kalkar - Hier lebt der Niederrhein

Das Rathaus in Kalkar.
Das Rathaus in Kalkar.
Was wir bereits wissen
Ein Stadtrundgang führt Besucher zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Kalkar. Bis heute ist der mittelalterliche Grundriss erhalten.

Kalkar.. Kalkar am Niederrhein, zwischen Xanten und Kleve an wichtigen alten Handelswegen gelegen, präsentiert mit seinen gotischen Treppengiebelhäusern und Backsteinfassaden eine mittelalterliche Atmosphäre, aufgelockert durch farbig gefasste Häuser des Barock und Klassizismus.

Die großzügige Stadtanlage ist als geplant angelegte Stadt noch heute gut erhalten und ein weit beachtetes Kulturdenkmal mit historischem Ortskern und 200 Denkmalobjekten. Mit einer beachtlichen Gastronomie rund um den Marktplatz lädt die Bürgerstadt ein zum Genießen.

Inmitten eines versandeten Rheinarmes wurde Kalkar 1230 durch Graf Derik von Kleve gegründet und erhielt 1242 die Stadtrechte. Die Stadt hat ihren alten Grundriss behalten, vergleicht man sie mit einem Stich von Braun-Hogenberg (1575).

Sehenswertes beim Stadtrundgang

P Parkplatz am Markt

1. Marktplatz mit Rathaus (1445) und Gerichtslinde (1545)

2. weitere spätmittelalterliche Treppengiebelhäuser an der Marktwestseite mit der für Kalkar typischen dreifachen Achsenführung in der Fassade

3. Ulft ’sches Haus/De Gildenkamer, Kirchplatz 2, um 1350 erbaut, 1388 erstmals urkundlich erwähnt, dokumentiert den Stil der Backsteingotik; bei Restaurierung 1982 bis 1985 bedeutende Wand- und Deckenmalereien entdeckt, mit Brüstung und Opkamer im gotischen Hallenhaus, darunter das Gewölbe mit Weinkeller.

4. Marienstift , Grabenstr. 8, ein neugotisches Gebäude (1895) im Bereich der ehem. Zitadelle

5. Spätgotisches Giebelhaus (um 1500)

6. Städtisches Museum (1500), Grabenstr. 66, und Archiv, Hanselaerstr. 5, von 1430 (verbindender Neubau für Ausstellungen zeitgenössischer Kunst)

7. Stadtwindmühle am Hanselaertor, 1770 aus dem Baumaterial eines Stadttores entstanden – Mühlenstege 8

8. Die Brunnen im Stadtkern erinnern an die Pumpenrotten, die im Mitt elalter die Wasserversorgung sicher stellten.

9. Haus Sieben Linden, Grabenstr. 78, aus dem 18. Jh.

10. Jüdischer Friedhof, mit über 50 Gräbern der erloschenen Kultusgemeinde, Eingang hinter der Mühle, durch einen Torbogen; ständig geöffnet.

11. Barockhaus am Gerd-Janssen-Platz mit der Besonderheit einer Jugendstilfassade – Gerh.-Janssen- Platz 5

12. Ehem. Stadtgefängnis im Taubenturm, Rest der alten Stadtmauer

13. Beginenhof, Kesselstr. 20, ein Renaissancebau von 1550 mit der interessanten Fassade eines hälftigen Stufen- und hälftigen Schweifgiebels, innen bemalte Holzdecken; Nutzung heute: Kolpings-Sozialwerk

14. Ev. Kirche, Kesselstr. 9, von 1697 mit Turm von 1899, der die Barockfassade teilweise verdeckt

Buchtipp 15. Kath. Pfarrkirche St. Nicolai mit neun Schnitzaltären, u. a. dem Hochaltar, begonnen von Meister Arnt van Zwolle und Kalkar und von Meister Loedewich (Ludwig Jupan) fortgeführt, ein kunsthistorisches Prunkstück. Der Mittelteil des Altars zeigt die Leidensgeschichte Christi. Die Gemälde auf den Flügeln sind von Jan Joest von Kalkar. Im Hintergrund eines Bildes präsentieren sich Marktplatz und Rathaus, dargestellt wie heute auch noch. Weitere sakrale Kostbarkeiten sind u. a. der Sieben-Schmerzensaltar, der Georgs-Altar und der Marienleuchter (1508–1509). Ö: tägl. 14–16.45 (Nov.–März), tägl. 10–11.45 und 14–17.45 (April–Okt.), Tel. 02824/2380

Empfehlungen in der Umgebung von Kalkar

Buchtipp -Wohnmobilplatz Kalkar, Waysche Straße mit Service-Station, F 02824/13-120

-Wunderland Kalkar: Aus dem gebauten, aber nie in Betrieb gegangenen „Schnellen Brüter“ ist ein Freizeitpark mit Hotel- und Tagungszentrum entstanden, Griether Str. 110-120, Tel. 02824/910-0, www.wunderland-kalkar.de

-Monreberg, Platz der alten Burg, ideales Waldgelände für Familien

-Kalkar-Grieth: Ein Abstecher führt in das Fischerdorf Grieth, das mit Rheinpromenade, Deich und Stadtwall (früher Ringmauer, die abends verriegelt werden konnte – Voraussetzung für die Stadtrechtsverleihung) ein besonderes Ensemble ist. Sehenswert vor allem aber ist die dreischiffige gotische Pfarrkirche St. Peter und Paul mit einem Schnitzaltar, der Magistratsbank einer Wandkonsole mit Narrenmaske und vielen Statuen.

-Wissel mit Haus Kemnade und Mühle sowie einem der ältesten Ringdeiche, und den „Wisseler Dünen“ (Naturschutzgebiet), Freizeitpark Wisseler See und Naturschwimmbad, Naturlehrpfad, Tel. 02824/96310

-Romanische Doppelturmbasilika St. Clemens in Wissel, F 02824/7503

-Burg Boetzelaer in Kalkar-Appeldorn, Reeser Str. 247, restaurierte Burg aus dem 13. Jh. mit Kreuzrippengewölbe im Rittersaal, Festsaal, Trauzimmer, 10 Zimmer u. Suiten, Veranstaltungen, Konzerte; Tel. 02824/ 977990, www.burgboetzelaer.de

-Hanselaer: St. Antoniuskirche (14./15. Jh., Teile 12. Jh.), gotische Ausstattung

-Louisendorf ( zu Bedburg-Hau) mit Elisabethkirche, von pfälzische Siedlern im 19. Jh. erbaut, außergewöhnliche Anlage

-Museum Kurhaus Kleve – Preußen Museum Wesel – Xanten

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Zweirad- und Freizeitmarkt (3. Märzsonntag)
  • „Kalkar in Blüte“ Blumenmarkt (1. Mai)
  • „Geburtstag der Stadt am 20. Oktober (1230)“
  • jeden Donnerstagvormittag Wochenmarkt vor dem Rathaus
  • Niederrheinischer Radwandertag (1. Julisonntag)