Kalkar - Hier lebt der Niederrhein
25.04.2012 | 17:43 Uhr 2012-04-25T17:43:11+0200
Kalkar. Eine mittelalterliche Atmosphäre bietet die Stadt Kalkar am Niederrhein. Kalkar erhielt bereits 1242 die Stadtrechte und hat ihren alten Grundriss bis heute behalten. Ein Stadtrundgang führt Besucher zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Höhe: von 12 m bis 70 m ü. NN
Auto: BAB 3 Anschlussstelle Nr. 4 Rees/Kalkar, weiter B 67 und 57 bis Kalkar, BAB 57 Anschlussstelle Nr. 3 Goch/Kalkar, B 67 bis Kalkar – Wohnmobilplatz an der Wayschen Straße mit Versorgungssäulen, vom Stadtkern 400 Meter entfernt
ÖPNV: Bus 44: von Xanten und Kleve nach Kalkar Markt
Bahn: Regionalexpress bis Xanten oder Kleve
Flughafen: Düsseldorf und Airport Weeze (Niederrhein)
Umgebung: S Wachtendonk 45 km, Kempen (z.B. NiederRheinRoute) 50 km, SO Herten-Westerholt 75 km
Kalkar am Niederrhein, zwischen Xanten und Kleve an wichtigen alten Handelswegen gelegen, präsentiert mit seinen gotischen Treppengiebelhäusern und Backsteinfassaden eine mittelalterliche Atmosphäre, aufgelockert durch farbig gefasste Häuser des Barock und Klassizismus.
Die großzügige Stadtanlage ist als geplant angelegte Stadt noch heute gut erhalten und ein weit beachtetes Kulturdenkmal mit historischem Ortskern und 200 Denkmalobjekten. Mit einer beachtlichen Gastronomie rund um den Marktplatz lädt die Bürgerstadt ein zum Genießen.
Inmitten eines versandeten Rheinarmes wurde Kalkar 1230 durch Graf Derik von Kleve gegründet und erhielt 1242 die Stadtrechte. Die Stadt hat ihren alten Grundriss behalten, vergleicht man sie mit einem Stich von Braun-Hogenberg (1575).
Sehenswertes beim Stadtrundgang
P Parkplatz am Markt
Kulturhistorischer Rundgang, kombinierte Stadt- und Kirchen oder Mühlenführung, Kinderführung, Themenführungen, Tages- & Halbtagsarrangements, Kunst und Kulinarisches Touristik- Information Kalkar (TIK) Tel. 02824/13-120, Fax 02824/13-234
1. Marktplatz mit Rathaus (1445) und Gerichtslinde (1545)
2. weitere spätmittelalterliche Treppengiebelhäuser an der Marktwestseite mit der für Kalkar typischen dreifachen Achsenführung in der Fassade
3. Ulft ’sches Haus/De Gildenkamer, Kirchplatz 2, um 1350 erbaut, 1388 erstmals urkundlich erwähnt, dokumentiert den Stil der Backsteingotik; bei Restaurierung 1982 bis 1985 bedeutende Wand- und Deckenmalereien entdeckt, mit Brüstung und Opkamer im gotischen Hallenhaus, darunter das Gewölbe mit Weinkeller.
4. Marienstift , Grabenstr. 8, ein neugotisches Gebäude (1895) im Bereich der ehem. Zitadelle
5. Spätgotisches Giebelhaus (um 1500)
6. Städtisches Museum (1500), Grabenstr. 66, und Archiv, Hanselaerstr. 5, von 1430 (verbindender Neubau für Ausstellungen zeitgenössischer Kunst)
7. Stadtwindmühle am Hanselaertor, 1770 aus dem Baumaterial eines Stadttores entstanden – Mühlenstege 8
8. Die Brunnen im Stadtkern erinnern an die Pumpenrotten, die im Mitt elalter die Wasserversorgung sicher stellten.
9. Haus Sieben Linden, Grabenstr. 78, aus dem 18. Jh.
Sehen:
- St. Nicolai
- Markt mit Rathaus
- Stadtwindmühle
- Beginenhof
- Städt
- Museum oder Spaziergang auf Wallanlagen (1 Stunde) entlang der Stadtmauer und des Stadtgrabens.
Essen und Trinken:
- „De Gildenkamer“ (architek to nisches Kleinod und sehenswertes Interieur), Kirchplatz 2, Tel. 02824/4221
- „Meier’s Restaurant“, Markt 14, Tel. 02824/3277
- Brauhaus „Kalkarer Mühle“, Mühlenstege 8, Tel. 02824/93230
- Ratskeller, Markt 20 (histor. Gewölbekeller), Tel. 02824/2460
- Café-Restaurant „De Deichgräf “, Durchlass 6, Tel. 02824/6357
- Gasthaus „Alt-Grieth“, Legestr. 1, Tel. 02824/6277
Einkaufen:
- Kalkarer Beginchen, milder Kräuterlikör aus der Kräuterey
- Gänse-Eier- Likör
- Brot aus der Mühlenbäckerei
- Bilder & Drucke aus dem Atelier Verhalen
10. Jüdischer Friedhof, mit über 50 Gräbern der erloschenen Kultusgemeinde, Eingang hinter der Mühle, durch einen Torbogen; ständig geöffnet.
11. Barockhaus am Gerd-Janssen-Platz mit der Besonderheit einer Jugendstilfassade – Gerh.-Janssen- Platz 5
12. Ehem. Stadtgefängnis im Taubenturm, Rest der alten Stadtmauer
13. Beginenhof, Kesselstr. 20, ein Renaissancebau von 1550 mit der interessanten Fassade eines hälftigen Stufen- und hälftigen Schweifgiebels, innen bemalte Holzdecken; Nutzung heute: Kolpings-Sozialwerk
14. Ev. Kirche, Kesselstr. 9, von 1697 mit Turm von 1899, der die Barockfassade teilweise verdeckt
Dieser Text stammt aus dem Buch "Schönes NRW - Reiseführer zu den historischen Stadt- und Ortskernen in Nordrhein-Westfalen", erschienen im Klartext Verlag. Hier geht´s zum Online-Shop des Klartext Verlages.
15. Kath. Pfarrkirche St. Nicolai mit neun Schnitzaltären, u. a. dem Hochaltar, begonnen von Meister Arnt van Zwolle und Kalkar und von Meister Loedewich (Ludwig Jupan) fortgeführt, ein kunsthistorisches Prunkstück. Der Mittelteil des Altars zeigt die Leidensgeschichte Christi. Die Gemälde auf den Flügeln sind von Jan Joest von Kalkar. Im Hintergrund eines Bildes präsentieren sich Marktplatz und Rathaus, dargestellt wie heute auch noch. Weitere sakrale Kostbarkeiten sind u. a. der Sieben-Schmerzensaltar, der Georgs-Altar und der Marienleuchter (1508–1509). Ö: tägl. 14–16.45 (Nov.–März), tägl. 10–11.45 und 14–17.45 (April–Okt.), Tel. 02824/2380
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