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Kalkar: Die Haushaltssicherung kommt

10.09.2011 | 06:00 Uhr
Kalkar: Die Haushaltssicherung kommt
Das Rathaus in Kalkar. Foto: Markus Joosten / WAZ FotoPool

Kalkar.Der Nachtragsetat wird am 11. Oktober eingebracht. Er weist ein Defizit von 5,5 Millionen Euro aus. Es geht ans Eingemachte .

Der Nachtragshaushalt, der am 11. Oktober eingebracht wird, dürfte nach derzeitigem Stand ein Defizit von rund 5,5 Millionen Euro aufweisen. Nach der Novellierung des Gemeindefinanzierungsgesetzes war klar, dass 1,9 Millionen Euro weniger an Schlüsselzuweisungen aus Düsseldorf überwiesen würden. Doch es kommt schlimmer: Die Gewerbesteuern werden nach Informationen der NRZ um gut eine Million Euro niedriger ausfallen. Hinzu kommt ein Defizit von 2,6 Millionen, das schon im laufenden Etat ausgewiesen ist.

Damit steuert Kalkar als erste Kommune im Kreis Kleve auf die Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes zu. Was bedeutet, dass der Kreis Kleve wohl schon den 2012er Etat genehmigen muss – sollte die Sanierung in den kommenden fünf Jahren gelingen. Das dürfte aber aufgrund der extrem schwierigen Rahmenbedingungen schwerlich gelingen, wie es heißt. Schon jetzt, hatte Bürgermeister Gerhard Fonck im Januar in der NRZ gesagt, habe Kalkar einen Sparhaushalt.

Wahrscheinlicher ist, dass die Konsolidierung zehn Jahre dauert. Mit der Konsequenz, dass Düsseldorf den Etat absegnen muss.

Sparen wird schwierig. Einzige Rettung, um Luft zum Atmen zu bekommen, dürften demnach Verkäufe sein: die Freizeitstätte Wisseler See, Baugrundstücke, Immobilien.

Wolfgang Remy

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