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Gesundheit

Je eher, desto besser

10.05.2009 | 15:12 Uhr

Beim 9. Schlaganfall-Symposium treffen sich Fachärzte zur Fortbildung / Zeit ist im Kampf gegen Krankheit wichtig

Bedburg-Hau. Zeit ist Gehirn, Kompetenz ist Gehirn. Klingt komisch, dieser Slogan, beschreibt aber kurz und knapp die wichtigsten Aspekte im Kampf gegen eine Krankheit, die bereits „Epidemie des 21. Jahrhunderts” genannt wird: der Schlaganfall. Denn eine schnelle Reaktion und kompetente Behandlung sind lebenswichtig. Etwa 1100 Menschen waren 2008 im Kreis Kleve betroffen. Am nächsten Samstag, 16. Mai, steht die Krankheit beim 9. Schlaganfallsymposium im Gesellschaftshaus der Rheinischen Kliniken im Mittelpunkt. Das Symposium ist eine Fortbildungseinheit für Ärzte, bei der acht Referenten Vorträge zu ihrem Fachgebiet halten und anschließend mit den mehr als 150 Teilnehmern diskutieren. Die Leitung des Symposiums übernimmt Dr. Christoph Baumsteiger, leitender Arzt der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie in Bedburg–Hau. Er hebt besonders drei Vorträge aus dem Programm hervor. Den Beitrag von Dr. Christoph Klötzsch aus Allensbach beispielsweise. Er referiert über „Differentialdiagnose Hirninfarkt” Wie Schnarchen und Schlaganfall zusammenhängen können, wird im Vortrag „Schlafmedizin und Schlaganfall” von Dr. Johannes Schiefer aus Aachen deutlich. Ein Thema, das in diesem Jahr erstmals zur Sprache kommt, sind unkonventionelle Behandlungsmethoden, beispielsweise durch spezielle Nahrungsergänzungsmittel. Darüber spricht Dr. Andreas Rogalewski aus Münster im Vortrag „Unkonventionelle Therapieansätze beim Schlaganfall: Citicolin/ CDP-Cholin u. a.”.  Im Rückblick auf die letzten zehn Jahre zieht Christoph Baumsteiger ein positives Fazit: „Die Standards haben sich von Jahr zu Jahr immer weiter verbessert.” So stünden inzwischen auch an Sonn- und Feiertagen jederzeit Logopäden, Physio- und Ergotherapeuten zum sofortigen Behandlungsbeginn bereit. Einmal in der Woche besteht außerdem die Möglichkeit, im regionalen Schlaganfall-Büro telefonisch oder persönlich Fragen zum Thema loszuwerden.Schlaganfall ist Notfall Trotz der guten Behandlungsmöglichkeiten bleibt eins besonders wichtig: Dass die Bevölkerung Symptome wie Lähmungen, Seh- und Sprachstörungen und Gangunsicherheiten kennt und erkennt. Und im Zweifelsfall dann sofort die 112 wählt, betont Baumsteiger. Auch, wenn die Anzeichen wieder verschwinden.  Ärzte können sich bis zum 15. Mai noch zur Teilnahme am Symposium anmelden:  02821/81 35 01.

BERATUNGPersönliche oder telefonische Hilfe

Das regionale Schlaganfall–Büro in der Föhrenbachklinik ist jeden Mittwoch von 16 bis 17.30 Uhr auf der zweiten Etage in Raum 311 erreichbar, jeden zweiten Mittwoch im Monat in Raum 257 auf der ersten Etage. Alternativ telefonisch:  0 28 21/81 35 42. Die Selbsthilfegruppe Schlaganfall unterstützt die Einrichtung ehrenamtlich.

Maren Reimer

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