Initiative diskutiert über Bürgerbegehren
27.01.2012 | 19:13 Uhr 2012-01-27T19:13:00+0100Bedburg-Hau.Die Bürgerinitiative für den Erhalt des Hallenbades erwägt ernsthaft jetzt ein Bürgerbegehren anzustrengen. Ratsmitglieder Günter van Meegen sagte gestern gegenüber der NRZ, dass man in den nächsten Tagen das Thema besprechen werde. Er sehe aber gute Chancen für ein Begehren.
Für ein Bürgerbegehren benötigt die Initiative gut 900 Unterschriften aus der Gemeinde Bedburg-Hau (9 Prozent der Wahlberechtigten). Sollte man diese zusammenkriegen, könnte es zu einem Bürgerentscheid kommen: Also eine Wahl über den Erhalt des Hallenbades. 20 Prozent der Wahlberechtigten müssten zur Wahl gehen und abstimmen. „Beides dürfte zu schaffen sein“, sagt van Meegen.
Mitarbeiter sind geschockt
Bürgermeister Peter Driessen geht davon aus, dass das Hallenbad nach dem Ratsbeschluss vom Donnerstagabend noch gut drei Monate betrieben werden kann. Da es Auflagen vom Kreisgesundheitsamt gebe, müsse man jetzt sehen, wie es in naher Zukunft weiter gehen kann. „Wir werden auf jeden Fall versuchen, so lange es geht, dass Bad aufrecht zu erhalten“, so Driessen.
Was künftig mit dem Hallenbadpersonal geschehen wird, soll jetzt schnell in einer Personalratsversammlung geklärt werden: „Die Mitarbeiter haben ein Recht auf zeitnahe Information“, so Peter Driessen. Aktuell gibt es zwei Vollzeitkräfte und eine Teilzeitstelle. Für die Mitarbeiter war der Donnerstagabend ein Schock: „Ich habe jetzt keinen Job mehr“, analysiert eine langjährige Mitarbeiterin: „Wir waren nur ein Spielball.“
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