In eine neue Zukunft

Kleve..  Kurt Beyer ist seit 35 Jahren das Gesicht der Klever Druckerei und Werbeagentur Catdesign. Eigentlich könnte er sich kurz vor der Rente entspannt zurücklehnen und auf das eindrucksvolle Lebenswerk blicken: Catdesgin ist der Werbedienstleister für große Marken in Deutschland und auf der ganzen Welt: BMW, VW, Cisco, Acer, Siemens, Panasonic oder Sony. Das kleine mittelständische Unternehmen aus Kleve bedient mit seinen Druckerzeugnissen die High Society der Wirtschaftswelt. Und trotzdem möchte sich Kurt Beyer nicht gemächlich zur Ruhe setzen – das neueste Projekt heißt passender Weise: „Unlimity“.

Wände gestalten

Unendlich lange möchte Kurt Beyer allerdings auch nicht arbeiten. Der 72-Jährige hat sich vorgenommen spätenstens im Jahr 2017 die Geschäfte entgültig den neuen Geschäftsführern Steven Utracik und Stephan Koppers überlassen. Kurt Beyer ist heute bereits kein Geschäftsführer mehr, sondern 100prozentiger Gesellschaft. Mit der graphischen Gestaltung von Wänden, Möbeln und Decken glaubt Beyer eine gute Zukunft für sein Unternehmen gefunden zu haben: „Wir wollen Wände gestalten und in die Innenarchitektur“, sagt Beyer.

Die ersten Drucke wurden bereits erstellt. In der kommenden Woche werden man mit den Verkäufern die ersten Gespräche mit Kunden führen, sagt Steven Utracik, der sich auch viel von den neuen Möglichkeiten verspricht. „Es gibt eine Vielzahl von Dekoraktionsmöglichkeiten“, sagt Beyer. So könne man Wände mit fotoscharfen Bildern gestalten. „Wie bei einer Tapete, kann man seine eigene Kreationen machen“. Mögliche Kunden sieht Beyer in größeren Büros, Hotels, Arztpraxen, Kanzleien oder der Messebau. Man wolle keine Produkte von der Stange liefern, sondern individuelle Lösungen anbieten.

Entscheident ist die Qualität

Seit gut einem Jahr beschäftigt sich das Unternehmen Catdesign mit dem Textildruck. Die Textilien können entweder direkt an eine Wand angebracht oder in einen Rahmen gespannt werden und wirken dann wie ein Bild.

Als Kurt Beyer vor 35 Jahren sein Geschäft begann, habe es für Druckerein noch viele kleinere Auftraggeber geben, heute seien es eher die großen Kunden, für die man arbeite. Um in Kleve die 35 Arbeitsplätze halten zu können, müsse man Qualität anbieten – die Massenproduktion werde bereits heute in Osteuropa gefertigt.