Im grünen Paradies

Foto: NRZ

Goch-Pfalzdorf..  „2013 saßen wir im Eis, 2014 im Sommer und jetzt im jahreszeitlich normalen Klima“, fasste es Gartenbesitzer und Fachmann in Sachen Grün, Manfred Lucenz, auf der Pressekonferenz zu den offenen Gärten 2015 zusammen. Gemeinsam mit 12 weiteren privaten Gartenbesitzern wird auch das Anwesen von Lucenz und Bender wieder Interessierten zugänglich sein. An ausgewählten Terminen, empfehlenswert ab Ostern. Zurzeit blüht noch nicht viel, wie alle Anwesenden auch auf dem Reidelhof der Familie Dammasch in Pfalzdorf bei der Präsentation des Gartenprogramms 2015 feststellen mussten. Zu früh für Blütenpracht – erst muss die Sonne die Gärten im Kleverland wach kitzeln, bevor sich Narzissen und Tulpen üppig entfalten können.

Meditation bei Dammasch

In Stauden-, Skulpturen-, Kräuter-, und traditionellen Bauerngärten werden dann Rosen, Obstbäume, Kräuterbeete und Gemüsesorten neben bunten Blumen die Gartenfans faszinieren. Auch historische Parkanlagen sind wieder dabei, ebenso wie kleine verträumte Hausgärten, versteckte, winzige Paradiese auf 300 Quadratmetern oder üppige Gartenlandschaften mit Teichanlagen, Kunstwerken oder Steinskulpturen.

Die „Offenen Gärten im Kleverland“, die es seit 2005 gibt, werden von der Gemeinde Bedburg-Hau und dem Kleve Marketing touristisch begleitet. Auch haben die Gartenbesitzer Zuwachs bekommen. Ein Nutz- und Erholungsgarten in Hau wird seit einigen Jahren in ein grünes Paradies von seinen Besitzern Margit Jansen-Look und Georg Look verwandelt. Mit Seidenhühnern, Katzen und vielen üppigen Gräsern. In Kalkar zeigen Antonia Soeterbroek und Alfons Bazelmans, dass man auch auf 850 Quadratmetern mit professioneller Hilfe in kurzer Zeit einen Garten „wie gewachsen“ im Neubaugebiet entstehen lassen kann.

Die „alteingesessenen“ Gartenbesitzer haben sich Weiterentwicklungen für ihre Paradiese einfallen lassen und setzen grüne Ideen für ihre Gäste um. So gibt es beispielsweise im Garten Projektraum-Gewächshaus von Nicole Peters in Asperden auch zwei Kräutergartenführungen mit einer Kräuterpädagogin und neue Skulpturen.

Familie Dammasch hat einen neuen japanischen Meditationsgarten kreiert und einen Zirkuswagen für Gäste hergerichtet. Silke Imig-Gerold und ihre Mutter freuen sich auf neue Besuchergruppen und darüber, dass in ihrem Paradies auch noch der 15-jährige Dackel Henry (Elisabeth Imig: „Henry ist schon etwas dement“) die Besucher begrüßen kann.

Gäste aus Amerika

Letztere werden immer mehr. Allein 3500 Menschen wollten den Lucenz und Bender-Garten 2014 sehen. Darunter Besucher aus Moskau. Auch Familie Frische (Beyershof in Bedburg-Hau) freut sich wieder über zahlreiche Gartenfans, die hier hauptsächlich aus den Niederlanden anreisen. Zu Bongers (Bruchergarten in Uedemerbruch) kommen die Gäste gar aus Amerika und Australien. Ebenso wie auch die weiteren Gartenbesitzer, die alle unter www.garten-kleverland.de inklusive der Öffnungszeiten zu finden sind. Entsprechende Flyer sind bei der Touristikinformation und in den Rathäusern erhältlich.

Außerdem zeigen Besitzer ihre Gärten, die im Rahmen der bundesweiten „Offenen Gartentür“ nur am 28. Juni geöffnet haben und durch den Kreisverband Kleve für Heimatpflege betreut werden. Informationen dazu im Internet unter: www.heimatpflege-kreiskleve.de.