Ideen aus dem Druck-Kochtopf

Die Hochschule Rhein-Waal arbeitet eng mit den Fachbetrieben vor Ort zusammen, erfuhren Wirtschaftsförderer.
Die Hochschule Rhein-Waal arbeitet eng mit den Fachbetrieben vor Ort zusammen, erfuhren Wirtschaftsförderer.
Foto: Astrid Hoyer-Holderberg
Wirtschaftsförderer interessierte die praxisnahe Ausrichtung des Studiums an der Klever Hochschule. Abschlussarbeiten und Praktika

Kleve..  Wie eine Hochschule eine Stadt verändert – das schauten sich die Wirtschaftsförderer in NRW bei ihrer Mitgliederversammlung 0 an. Jedes Jahr treffen sich die Mitglieder der „Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaften des Landes NRW“ (VWE), um zu netzwerken, Wissen und Erfahrungen auszutauschen. In diesem Jahr ging es in die Schwanenstadt.

Im Fokus stand der Einfluss der Hochschule Rhein-Waal auf Kleve. Gerhard Heusipp, Leiter des Centre for Research, Innovation and Transfer, hielt einen Vortrag über die Entwicklung und die Schwerpunkte der Hochschule und sprach über die Ausbildung der Studenten. Im Anschluss gab es eine Führung über das Campus-Gelände.

Die Anwesenden interessierte vor allem, wie die Hochschule mit Unternehmen aus der Region zusammenarbeitet. Heusipp berichtete von einer praxisnahen Ausrichtung des Studiums, von Projekten, Abschlussarbeiten und Praktika. Der „Pressure Cooker“, zu deutsch Druckkochtopf, ist eines der Projekte. „Die Mitarbeiter eines Unternehmens, Studierende und ein Kreativcoach werden zusammen eingesperrt und arbeiten neue Konzepte ein“, sagt Heusipp. Das Ganze diene der Ideengenerierung. Auch der „Solar-Auto-Workshop“ mit der Firma Spectro gehört dazu.

Um auch den kleineren Betrieben eine Zusammenarbeit mit der Hochschule schmackhaft zu machen, wurden viele der englischen Begriffe, die zur Beschreibung der Studiengänge verwendet werden, übersetzt. „Ins Niederrheinische“, lacht Dr. Joachim Rasch von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Kleve.

„Jeder von uns arbeitet in seiner Region mit Hochschulen zusammen. Wir sind sozusagen das Scharnier zwischen Hochschule und Unternehmen. Da ist es interessant zu sehen, wie Kleve das macht“, sagt Werner Geerißen von der Wirtschaftsförderung in Isselburg. Er spricht von „neuem Schwung“, den die Hochschule nach Kleve gebracht habe.

Kleve sei internationaler geworden. „Noch vor wenigen Jahren hat man hier vornehmlich Touristen aus den Niederlanden getroffen. Jetzt studieren und leben junge Menschen aus über hundert Nationen hier“, sagt Geerißen. Jürgen Schnitzmeier von der Wirtschaftsförderung in Mülheim an der Ruhr und Vorsitzender des Verbandes ist beeindruckt, was die junge Hochschule seit ihrer Eröffnung 2012 geschafft hat. „Es ist eine junge moderne Hochschule, die hilft, die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu sichern“, sagt Schnitzmeier..