Hotelbau startet - Motorradladen wird abgerissen
21.11.2011 | 18:27 Uhr 2011-11-21T18:27:00+0100
Kleve. Es kommt Bauleben in die Unterstadt. Abriss am Opschlag. Der niedrige Grundwasserstand spart Geld.
Seit gestern kommt wieder Bau-Leben in die Klever Unterstadt. Es wird die Baustelle am Opschlag eingerichtet: Ehemals ‘Motorrad Walraven’ weicht dem medizinischen Servicehaus mit Arzt- und Physiotherapiepraxen und möglicherweise einer Apotheke. Das Hotel – „Los 4“ in der Unterstadtbebauung – nahm gestern ebenfalls seinen Anfang. Die Bohrungen zur Gründung des üppigen Gebäudes haben begonnen. Und der Boden fürs erste Studentenwohnheim am Kreisverkehr Rathaus ist gegossen.
Wird der Winter die Emsigkeit stoppen? „Welcher Winter?“ fragt Baudezernent Jürgen Rauer freundlich. Nur sehr starker Frost mit zweistelligen Minusgraden wäre ein Hemmnis. Bauchemie kann auch bei minus drei oder minus fünf Grad Beton verarbeitungsfähig halten. Rauer erinnert: Im Vorjahr kam der Frost im Dezember, im Jahr davor von Januar bis Anfang März, davor gab es Jahre mit wenigen winterlichen Wochen.
Für die Gebäude, die einen Keller erhalten sollen – Medizin-Zentrum am Opschlag und Hotel – ist die derzeitige Trockenheit von Vorteil, denn die Grundwasserstände sind niedrig. Weniger Pumpleistung spart Geld.
Auch wenn die Touristeninformation der Stadt bereits umgezogen ist: Die Häuser an der Werftstraße fallen erst im Januar/Februar. Denn die Stadt möchte die Geschäftswelt der City zum Weihnachtsgeschäft und in den Januar-Umtauschtagen „nicht mit einer Baustelle behelligen“. Gegebenenfalls muss man nämlich die untere Fußgängerzone absperren. Vorbereitende Gespräche wurden schon mit den Versorgungsträgern (Strom, Telefon) geführt. Bei den folgenden archäologischen Untersuchungen werden Funde erwartet.
In der nächsten Bauausschusssitzung am 30. November kann vermutlich die Frage der Eck-Bebauung Bahnhofstraße geklärt werden. Wie berichtet, soll dort ein sechsgeschossiges Haus neben der Villa „Haus der Landwirtschaft“ entstehen. Das heutige Mietwohnungs- und Gaststättengebäude wird abgerissen. Nach Offenlage der Pläne und Bauleitplanung wäre das im April / Mai so weit. Die Höhe des Hauses machte den Politikern offenbar weniger Kopfschmerzen als die Tatsache, dass das Investor die Grundstücksgrenze ausnutzen möchte. Bisher liegt ein Teil des breiten Bürgersteigs auf dessen privatem Grund. Jürgen Rauer findet: „Es ist nicht schlecht, dass etwas Größeres dem Bahnhofsplatz eine Fassung gibt.“
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