Hochschule Rhein-Waal startet ins erste Semester
21.09.2009 | 17:07 Uhr 2009-09-21T17:07:00+0200
Kreis Kleve. Sie werden in die Geschichte eingehen – all diejenigen, die gestern mit Elan, Ehrgeiz und Engagement in das erste Semester der neuen Hochschule Rhein-Waal in Kleve starteten. Die 90 Studentinnen und Studenten traten dafür schon mal kräftig in die Pedale.
Und zwar die ihrer eigenen Räder, die sie ebenso wie den Laptop bis zum Ende des Studiums nutzen können. Dank etlicher Sponsoren.
„Heute ist ein Tag, an dem das Alltägliche auf das Historische trifft”, attestierte Landrat Wolfgang Spreen: „Es ist ein historischer Tag. Genießen Sie ihn, genießen wir ihn gemeinsam”, forderte er Professoren und Studierende auf. Für letztere seien die Zukunftsperspektiven bestens: „Denn die Wirtschaftsunternehmen warten auf Sie”. Spreen erinnerte daran, dass der geplante Hochschulneubau am Hafen zum Wintersemester 2012/2013 bezugsfertig sein soll: „Dort soll Campusleben für Sie und die nachfolgenden Generationen entstehen.”
Er habe schlecht geschlafen, räumte Wolfgang Spreen ein, weil er ein wenig aufgeregt gewesen sei. „Ich habe sehr gut geschlafen, weil ein Traum in Erfüllung geht”, konterte Bürgermeister Theo Brauer. Die Hochschule sei mit Blick auf Wissen und Bildung ein Quantensprung – und einer für Kleve, den Kreis und die Region. „Sie sind die Pioniere und Sie geben der Idee ein Gesicht”, sprach er die Studierenden an.
Interessante Mischung
Die Hochschule sei innovativ und international und biete eine interessante Mischung, betonte Präsidentin Professorin Dr. Marie-Louise Klotz: „Sie führt dazu, dass die Studierenden voneinander profitieren sowie Wissen und Sprache austauschen können. Wir werden mit aller Kraft daran arbeiten, dass die Studierenden sich hier wohl fühlen.”
Industrie und Wirtschaft würden auf die Studenten, ihr Wissen und ihre Kompentenz warten, so Klotz. Nicht nur das: Etliche Betriebe wollen die Studenten im Rahmen des dualen Studiums durch Exkursionen und Praktika unterstützen. Sie und ihr Team seien jederzeit offen für Kritik, Anregungen und Gespräche, sicherte Marie-Louise Klotz zu: „Wir werden die Hochschule gemeinsam in Fahrt bringen”. Gerade in der Aufbauphase gebe es noch Gestaltungsspielraum, ergänzte Vizepräsident Dr. Martin Goch, der Marie-Louise Klotz dankte: „Ihr Elan hat die Hochschule weit nach vorne gebracht.”
Die Hochschule Rhein-Waal startet mit den Studiengängen Bio Science and health (angewandte Naturwissenschaften und Gesundheit) sowie International Business. Für letzteren ist englisch die Studiensprache. Von den 120 Studenten in Kleve und Kamp-Lintfort kommen jeweils ein Drittel aus den Kreisen Kleve und Wesel, die übrigen aus ganz Deutschland.
Das Fahrrad benötigen sicher nicht alle Studenten tagtäglich. Studentin Christa Openoorth wohnt in Bedburg-Hau: „Vielleicht fahre ich im Sommer mit der Fiets zur Hochschule”. Sie freut sich auf ihr Studium International Business: „Das interessiert mich”. Der Uedemer Daniel Kempkes wird mit einem Mitstudenten, der ebenfalls in Uedem wohnt und ein Auto hat, eine Fahrgemeinschaft bilden. „Laptop und Fahrrad – besser geht es nicht”, findet er. Und denkt in punkto Fiets an all diejenigen, die mit dem Zug kommen oder außerhalb der Stadtmitte Wohnung oder Zimmer gemietet haben.
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