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Hochschul-Stadt Kleve sucht Studentenwohnungen

05.08.2010 | 17:52 Uhr
Hochschul-Stadt Kleve sucht Studentenwohnungen
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Kreis Kleve.Die Bewerbungsfrist läuft - die Resonanz ist mehr als positiv. Zum Wintersemester 2010 rechnet die Hochschule Rhein-Waal an den Standorten Kleve, Emmerich und Kamp-Lintfort mit 850 Studierenden, sagte deren Vizepräsident Dr. Martin Goch.

Und eben dieser Run auf die Studienplätze hat Konsequenzen: Es werden Studentenwohnungen gesucht. „Aktuell suchen wir dringend 50 Wohnungen, vor allem für ausländische Studierende“, betont Martin Goch.

Neues Wohnheim an der Gruftstraße

Das Wintersemester starte bereits im September. Und etliche Studenten hätten noch keine Bleibe gefunden: „Die ausländischen Studierenden haben große Schwierigkeiten, sich aus der Ferne eine Wohnung zu suchen. Sie sind darum auf unsere Unterstützung angewiesen“, verdeutlicht Goch. Die wenigen vorhandenen Angebote in Kleve, wie das neue Studentenwohnheim an der Gruftstraße 21 bis 23 seien schnell belegt. Neben Singlewohnungen seien größere Einfamilienhäuser für Wohngemeinschaften gefragt.

Die Hochschule ist bei der Suche nach Wohnraum behilflich. Schaffen kann sie ihn nicht. Dafür sei laut Gesetz das Studentenwerk - in diesem Falls das Düsseldorfer - zuständig, weiß Martin Goch: „Wir haben Kontakt aufgenommen. Das Studentenwerk ist bereits auf der Suche nach geeigneten Grundstücken“. Und genau das gestalte sich schwierig, sagte Heinz-Walter Pfeiffer, Leiter der Abteilung Bauen, Wohnen und Liegenschaften des Studentenwerks Düsseldorf. Grund: die Grundstückspreise. Eigentümer rund um das Hochschulgelände hätten inzwischen abenteuerliche Preisvorstellungen, weil sie und Investoren das große Geschäft wittern: „Laut Bodenrichtwertkarte kostete vor drei Jahren in dem Gewerbegebiet rund um das XOX-Gelände ein Quadratmeter noch 50 Euro. Jetzt sind es mindestens 200 Euro“.

Preise regulieren

Das ist auch der Stadt Kleve bekannt. Sie will versuchen, regulierend auf die Preise einzugreifen. Wobei Kämmerer Willibrord Haas und dem Technischen Beigeordneten Jürgen Rauer bewusst ist, dass der Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird: „Der Markt wird den Preis regulieren“, sind sich beide sicher. Die Stadt sei an einer nachhaltigen Entwicklung des Bereichs rund um die Hochschule interessiert: „Und nicht an einer schnellen Entwicklung, die nur kurzfristigen Profit bringt“.

Fakt ist, dass in Kleve Studentenwohnungen dringend benötigt werden: „Die Hochschule Rhein-Waal ist im Gegensatz zu den anderen Hochschul-Neugründungen sehr aktiv und wächst dadurch schneller“, so Heinz-Walter Pfeiffer: „Wir planen bis 2012 180 Wohneinheiten“, kündigt er an. Und zwar in Campusnähe am Spoykanal: „Denn der Student an sich ist lauffaul, würde am liebsten über dem Hörsaal wohnen“. Geplant seien 23 Quadratmeter große Appartements, die zu einem Komplettpreis von rund 250 Euro angeboten werden. „Inklusive Eigenstromverbrauch“, so Pfeiffer. Das animiere zwar nicht zu umweltbewusstem und sparsamem Verhalten, die Erstellung von Betriebsabrechnungen sei allerdings nicht handelbar.

In der ehemaligen Kaserne in Emmerich, die ab Wintersemester 2010 als Interimslösung von der Hochschule genutzt wird, will das Studentenwerk kurzfristig Wohnraum schaffen. Martin Goch geht davon aus, dass dort die Umbauarbeiten wie geplant Mitte August beendet sind.

Gaby Boch

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Kommentare
08.08.2010
09:15
Hochschul-Stadt Kleve sucht Studentenwohnungen
von Hahaha | #3

# 2
Weil sie in der Regel auch länger studieren als nötig. Lol (*¿*)

07.08.2010
16:57
Hochschul-Stadt Kleve sucht Studentenwohnungen
von Dummbatz | #2

Der Kampus ist aber in Kleve...warum sollen also Studenten länger in Emmerich wohnen als nötig? o_O

07.08.2010
15:38
Hochschul-Stadt Kleve sucht Studentenwohnungen
von Hahaha | #1

Es werden Studentenwohnungen gesucht?
In der Kaserne ist Platz satt.
38 Jahre mussten dort Soldaten wohnen.
Das können die Studenten nicht?

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