„Hier ist Power drin“
29.06.2011 | 19:35 Uhr 2011-06-29T19:35:00+0200Kleve.Die Volksbank Kleverland legt ein überdurchschnittliches Wachstum der Bilanzsumme von 21,5 Prozent hin. So konnte der Aufsichtsratsvorsitzende, Hans Geurts (unser Bild), mit der Arbeit des Vorstandes mehr als zufrieden sein.
Besser geht es eigentlich nicht: Hans Geurts ist mit der Arbeit des Vorstandes absolut zufrieden. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Volksbank Kleverland konnte gestern, einen Tag nach der Vertreterversammlung, der örtlichen Presse ein „überdurchschnittliches Wachstum“ für die Volksbank Kleverland präsentieren. Im Jahr 2010 wuchs das mittelständische Geldhaus in der Bilanzsumme um satte 107 Millionen Euro, das entspricht einer Zunahme um 21,5 Prozent.
Und auch wirtschaftlich hat die Volksbank gut gearbeitet. Denn mit dem umgesetzten Geld erarbeiteten sich einen guten Gewinn in Höhe von 7 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 5,5 Millionen – dies entspricht einer Zunahme um 27 Prozent.
„Wir wachsen in allen Marktsegmenten“, erklärte Frank Ruffing. Vor allem in den Geschäftsfeldern Energie und Hausbau verzeichne man deutliche Zuwächse. Das Neukreditgeschäft wuchs um 61 Millionen Euro. Bei so vielen guten Nachrichten dürfen sich auch die Genossen freuen: In diesem Jahr wird eine Dividende in Höhe von fünf Prozent ausgeschüttet. Immerhin 422 862 Euro.
Die Volksbank Kleverland hat ihre schlimmsten Jahre offensichtlich hinter sich gelassen. So konnte der neue Vorstand das Betriebsergebnis seit 2006 verdoppeln und auch das Eigenkapital verdoppelte sich seit 2005 auf jetzt 30 Millionen Euro. „Wir haben die eigene Sanierung mit Bravour gemeistert“, sagte Ruffing, der ein dickes Lob vom Aufsichtsratsvorsitzenden erhielt: „Der Vorstandsvorsitzende ist omnipräsent. Er leiert viel an und bringt die Geschäfte auch zum Abschluss“, so Geurts. Und ergänzte: „Dieser Vorstand hat Power.“
Das Jahr 2011 sieht Frank Ruffing allerdings nicht ganz so euphorisch: „Es wird nicht einfach, dieses Ergebnis zu halten“, sagte er. Das Betriebsergebnis werde leicht rückläufig sein, die Bilanzsumme werde aber weiter wachsen. Bis zum Ende des Jahres rechnet Ruffing mit einer moderaten Kreditzinserhöhung um 0,5 Prozent.
BGH-Urteil tut weh
Das jüngste BGH-Urteil zum Verbot von Kontoführungsgebühren bei Darlehenskonten trifft die Volksbank offensichtlich deutlich: „Uns tut das schon weh“, sagte Ruffing auf Nachfrage. Denn es gehe nicht nur um die Kontoführungsgebühren, sondern auch um Provisionen für Wertermittlungen, Barabhebungen am Geldautomaten oder Bearbeitungsgebühren bei Darlehen. „Die Rechtsprechung ist nicht gerade sehr bankenfreundlich“, so der Geschäftsmann.
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