Hier ist es schön warm

Kleve..  Spitz-stachelig und dennochfarbenfroh-blühend, so sieht die Kakteenlandschaft im Klimahaus mittlerweile aus. Für Kenner und Kennenlerner gibt’s am 21. April von Seiten der Hochschule Rhein-Waal um 18 Uhr den vierten „Tag des Klimahauses“ auf dem Campus Kleve.

Die Veranstaltung widmet sich, wie gesagt, den „charakteristisch spitz stacheligen und vielfältig farbenfroh blühenden“ Kakteen. Nach einer Einführung in die Botanik der Kakteengewächse wird das Team des Klimahauses die Bedeutung der Kakteen als Ziergewächse in Deutschland näher beleuchten. Besonderes Highlight des Abends ist die blühende Kakteen-Sammlung von Josefa Vollmer.

Kakteen erfreuen Campari-Läuse

Die Familie der Kakteengewächse gehört mit ihren 1500 bis 1800 Arten botanisch gesehen zur Ordnung der Nelkenartigen. Und das bringe sie, so die Veranstalter in „entfernte Verwandtschaft zu Nutzpflanzen wie Spinat, Rote Beete, Rhabarber und Amarant“. Die Lebensdauer der Kakteen variiert teilweise sehr stark, zwischen 15 und 200 Jahren, je nach Art. Heimisch sind die meist stachligen Gewächse fast ausschließlich auf dem amerikanischen Kontinent. Dort trifft man sie im Bereich von Patagonien (Argentinien/Chile) bis Süd-Kanada, in Tiefebenen und Hochgebirgen sowie in Regenwäldern und Wüsten.

Kakteen werden wirtschaftlich vor allem als Nahrungsmittel (Konfitüre, Obst, Gemüse) und als Wirtspflanzen für die Cochenille-Laus, deren roter Farbstoff beispielsweise für Campari gewonnen wird, verwendet. Neben ihrer Nutzung als Zierpflanze haben einige Arten auch Bedeutung in der Pharmazie und in Südamerika liefern abgestorbene Säulenkakteen wertvolles Bauholz. In einigen Ländern wird die Pflanze besonders geschützt. So steht das Ausgraben eines Kaktus in Mexiko unter Strafe, entsprechend dem Staatswappen, welches neben Adler und Schlange auch den Kaktus abbildet.

Am Tag des Klimahauses wird zuerst Prof. Dr. habil. Jens Gebauer die Kakteeninteressierten begrüßen. Gebauer ist der Leiter des Klimahauses und Professor für Nachhaltige Agrarproduktionssysteme insbesondere im Gartenbau an der Hochschule Rhein-Waal. Auch Josefa Vollmer, Kakteen-Sammlerin und Züchterin aus Bedburg-Hau und Christian Albustin, Masterstudent der Hochschule Rhein-Waal, werden Wissenswertes einbringen. Albustin steuert einen allgemeinen Überblick in die Thematik bei, bevor Vollmer ihre mitgebrachten Exponate im speziellen vorstellt. Die Veranstaltung endet mit dem Angebot an Führungen durch das Klimahaus teilzunehmen.

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