Herausforderungen für Europa

Der Klever NRZ-Redaktionsleiter Andreas Gebbink moderierte die Diskussionsrunde mit Rosa Kindt, Jens Geier (SPD) und Kati Piri (PvdA).
Der Klever NRZ-Redaktionsleiter Andreas Gebbink moderierte die Diskussionsrunde mit Rosa Kindt, Jens Geier (SPD) und Kati Piri (PvdA).
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Sozialdemokraten aus Kleve, Kranenburg, Groesbeek, Nimwegen diskutierten zum „Tag von Europa“

Kleve-Keeken..  In den täglichen Nachrichten spielen sie seit Monaten eine Rolle: die Situation der Flüchtlinge in Europa und das finanzielle Desaster von Griechenland. Beide Themen sind eine große Herausforderung für die Europäische Union. Grund genug also, um darüber beim „Tag von Europa“ zu diskutieren. Die SPD in Kleve und Kranenburg hat am vergangenen Samstag gemeinsam mit den Sozialdemokraten aus Groesbeek und Nimwegen zu einer Podiumsdiskussion nach Keeken eingeladen.

Die Europaabgeordneten Jens Geier (SPD) und Kati Piri (PvdA) stellten sich den Fragen.

Wie soll es weiter gehen mit den Flüchtlingen? Was unternimmt Europa, um die schrecklichen Zustände auf dem Mittelmeer zu unterbinden? Wie kommen wir zu einer fairen Lastenverteilung zwischen den Mitgliedstaaten der EU? Jens Geier und Kati Piri waren sich darin einig, dass der Zustrom von Flüchtlingen nach Europa humaner geregelt werden muss und dass auch die Verteilung auf die EU-Staaten dringend geändert werden muss. Das bisherige System hat sich nicht bewährt. Fünf EU-Länder nehmen 80 Prozent der Flüchtlinge auf, verdeutlichte Kati Piri, die sich für die europäischen Sozialdemokraten um das Thema Migration kümmert.

Piri setzt sich dafür ein, einen sicheren Landweg für die Flüchtlinge aus den Krisengebieten zu schaffen. Aber viele Flüchtlinge, die u.a. in Deutschland ankommen, stammen nicht aus Kriegs- und Krisengebieten: „Hier müssen wir eine deutlich härtere Hand führen“, sagt Piri. Wer kein Recht auf Asyl besitzt, der müsse auch wieder schnell ausgewiesen werden.

Die Sozialdemokraten haben am vergangenen Samstag zum ersten Mal den Ehrenpreis „Grenzland-Europäer 2015“ überreicht. Ausgezeichnet wurde Paul Wilbers, langjähriger Bürgermeister von Ubbergen, der sich stark für die grenzüberschreitenden Kontakte zwischen Ubbergen und Kranenburg eingesetzt hat und auch eine Städtepartnerschaft mit dem ungarischen Körmend ins Leben gerufen hat.