Gute Stimmung trotz Schmuddelwetters

Kalkar-Appeldorn..  Ein kleines Skelett hatte den Zug als erstes entdeckt: „Dahinten kommt die Polizei“, rief der Junge begeistert, der als erstes die Vorhut des Zuges entdeckt hatte. Nachdem nämlich am Vortag noch die Sonne jeck vom Himmel gestrahlt hatte, lag gestern dichter Nebel über dem Niederrhein. Auch der Zug in Appeldorn kämpfte sich durch dichte Schwaden, was ganz gut passte, weil als erster Wagen eine Geisterstadt in den Ort einfuhr. „Vynen wird zur Geisterstadt, Xantens Prunk macht die Dörfer platt“, hieß es da und wenige Meter weiter stand am Piratenschiff aus Hönnepel ein waschechter Geist am Steuer. Vielleicht ein Hinweis darauf, dass angesichts der Flut der Bürgermeisterkandidaten nicht klar ist, wer das Kalkarer Schiff künftig steuern wird. Nieselwetter und Nebel schreckten die Narren allerdings nicht, zur Freude von Heike Rodermond. „Es ist toll, wie viele Besucher gekommen sind“, sagt die Vorsitzende des Kinderkarnevalskomitees Appeldorn. Vor allem, dass auch wieder aus den umliegenden Dörfern viele Gruppen gekommen waren, sei fantastisch. Rund 300 Teilnehmer waren allein im Zug dabei, 12 Wagen zogen durch den Ort. Für besonders viel Stimmung sorgte das Kinderprinzenpaar Jannik und Lara, das als Maskottchen auch den kleinsten Jeck auf dem Wagen hatte: Alia, 2 Jahre alt.