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Gutachten zu Windrädern im Wald: Tierschutz kein Problem

17.01.2016 | 13:36 Uhr
Gutachten zu Windrädern im Wald: Tierschutz kein Problem
Ausgemessen wurde der Waldrand am Kartenspielerweg im Frühjahr 2015Foto: AG

Kranenburg / Kleve.   Untersuchung sieht auch bei Fledermäusen keine Konflikte. Windrad wäre auf dem Feld für Vögel bei der Jagd störender

Das naturschutzrechtliche Gutachten für die zwölf Windräder im Kranenburger Reichswald am Kartenspielerweg liegt vor, teilt Georg von Aretin, Abteilungsleiter Planung bei dem Projektentwickler Abo Wind, mit. „Es gibt aus Sicht des Naturschutzes keine Probleme, die Anlagen im Wald zu errichten“, sagt von Aretin.

Auch die schützenswerten Fledermäuse seien kein Problem. Es seien ansonsten sehr wenige windkraft-sensible Tierarten gefunden worden. Selbst für die Fledermausart „Großer Abendsegler“, die Anlagenbauern schon größere Sorgen bereitet habe, läge hier laut artenschutzrechtlicher Prüfung kein Konflikt vor. „Das Tier stellt kein Hindernis dar, die Vorrangzone nicht zu errichten. Die Probleme sind überschaubar“, erklärt der Abo-Wind-Mitarbeiter. Wenn die Anlagen stehen, würden die Fledermäuse noch zwei Jahre lang beobachtet. Eine Konsequenz daraus kann sein, dass der Windpark zu bestimmten Zeiten im Jahr / bestimmten Zeiten am Tag abgeschaltet werden muss.

Doch sind damit noch nicht alle erforderlichen Untersuchungen abgeschlossen. Ein Gutachten, in dem die Situation des Grundwassers untersucht wird, ist noch in Arbeit. „Wir haben dafür zahlreiche wichtige Daten von den Stadtwerken Goch erhalten“, sagt von Aretin. Die Qualität des Wassers wird untersucht, die Tiefe, in der sich die Brunnen befinden oder auch die Fließgeschwindigkeit. Es handelt sich dort auch um Trinkwasservorkommen, betont der Projektentwickler die Bedeutung der Expertise. Auch wird bei den Untersuchungen geklärt, wie der Aufbau des Bodens ist. So kann es etwa sein, dass man mit der Gründung für den Bau der 200 Meter hohen Anlagen tiefer gehen muss – etwa 3 bis 3,50 Meter.

Georg von Aretin baut darauf, dass Abo Wind noch in diesem Jahr grünes Licht für die Errichtung des Windparks erhält. Da nur in den Monaten von Oktober bis Februar der Wald für die zwölf Anlagen abgeholzt werden darf, es ist nicht unwichtig, die Genehmigung bis Jahresende zu erhalten.

Es gibt aus Sicht von Abo Wind gute Gründe, warum man sich ein Waldgebiet ausgesucht hat, um dort eine Vorrangzone zu bauen. „Die artenschutzrechtlichen Auflagen sind dort einfacher zu erfüllen. Wenn man auf dem freien Feld eine Anlage errichtet, so läuft man Gefahr, mit etlichen sensiblen Vogelarten in Konflikt zu geraten“, sagt von Aretin. Die Tiere suchen im Offenland ihre Nahrung. Dort stellten Windräder für sie auf der Jagd eine größere Gefahr dar, als bei ihrem Aufenthalt im Wald.

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Gutachten zu Windrädern im Wald: Tierschutz kein Problem
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2016-01-17 13:36
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