Grünes Licht für Wohnpark

Hier kann sich das Stadtbild verbessern: Das geplante Baugrundstück in Goch.
Hier kann sich das Stadtbild verbessern: Das geplante Baugrundstück in Goch.
Foto: NRZ
Der Gocher Bauausschuss signalisierte seine Zustimmung für vier Mehrfamilienhäuser im Stadtzentrum an der Niers

Goch..  Richtig glücklich sind die Anwohner an der Bahnhofstraße und Wiesenstraße in Goch nicht. Ein Investor möchte auf einem unbebauten Grundstück – ganz in der Nähe der Susbrücke – vier Mehrfamilienhäuser errichten und die Nachbarn befürchten wuchtige Baukörper, die nicht ins Baugebiet passen und zudem noch zu hoch ausfallen. Am Dienstagabend wurde im Bauausschuss intensiv über die Gestaltung der Gebäude beraten. Stadtbaurat Klaus Krantz legte erstmals den Ratsmitgliedern ein Höhenprofil vor: „Hier entstehen keine Klötze. Die Gebäude liegen noch unter der Bauhöhe der Wiesenstraße“, so Krantz.

Mangelhafte Kommunikation

Vor allem das Bürgerforum hatte sich im Vorfeld über die schlechte Informationspolitik der Stadt geärgert. Man hätte viel früher darlegen müssen, wie hoch die Gebäude nun werden. Dann hätte man sich einige Diskussionen sparen können, sagte BFG-Vertreter Jürgen Vennmanns im Ausschuss. Die neuen Pläne habe man positiv aufgenommen: „Die Baukörper haben nicht mehr diese Mächtigkeit.“

Trotzdem geht BFG-Vertreter und Architekt Theo Becker davon aus, dass es auch mit den neuen Entwürfen Einsprüche von den Anwohnern geben wird, da bislang nicht klar kommuniziert worden sei, was nun eigentlich auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei geplant ist.

Stadtrat Klaus Krantz betonte, dass das Grundstück in der Innenstadt liegen. Hier sei auch eine höhere Bebauung zulässig. „Wir wollen an dieser Stelle keine Einfamilienhäuser. Es sollen Mehrfamilienhäuser entstehen“, so Krantz. Er betonte, dass man den Plan bereits deutlich überarbeitet habe, auch weil es viel Kritik am ersten Entwurf gegeben habe.

„Ein Gewinn für die Stadt“

Klaus-Dieter Nikotowski (SPD) wertete das Bauvorhaben als einen „Gewinn für die Stadt“. Die heutige Situation sei alles andere als befriedigend. Die Bebauung in Citylage sei sinnvoll.

Gebaut werden jetzt zweigeschossige Gebäude, die mit einem Staffelgeschoss versehen werden. Die Höhe wird auf 9,20 Meter begrenzt. Die Autos sollen künftig in einer Tiefgarage parken. Die Zufahrt wird über die Bahnhofstraße erfolgen, so Krantz.

Ein Teil des Baugebietes kann allerdings bei extremen Hochwassereignissen überflutet werden. Die geht aus den Risikokarten für die Niers hervor. Die Fußbodenoberkanten wurden daher auch angepasst, um dem Hochwasser Rechnung zu tragen.