Großbrand legt Holzgroßhandlung in Kleve in Schutt und Asche
06.11.2011 | 14:12 Uhr 2011-11-06T14:12:00+0100
Kleve. Ein Großbrand in der Klever Unterstadt hat am frühen Sonntagmorgen die Lagerhalle einer Holzgroßhandlung komplett zerstört. Auch am späten Vormittag zogen noch Rauchwolken über die Stadt. 85 Feuerwehrleute bekämpften den Brand. Einige Anlieger wurden vorsorglich aus ihren Häusern evakuiert.
Großbrand in der Klever Unterstadt am frühen Sonntagmorgen: Eine Lagerhalle der Holzhandlung Dorsemagen an der Ludwig-Jahn-straße stand bei Eintreffen der Feuerwehr Kleve lichterloh in Flammen. Das Feuer hatte bereits auf mehrere angrenzende Holzlager übergegriffen. Vorsorglich wurden die Bewohner dreier angrenzender Häuser der Hafenstraße für cirka zwei Stunden evakuiert.
Die Feuerwehr war auch noch Stunden später vor Ort im Einsatz. „Wir mussten Nachlöscharbeiten erledigen, weil immer wieder Glutnester gefunden wurden“, erklärte Stadtbrandmeister Jürgen Pauly. Das könne noch den ganzen Tag andauern. Und so zogen Rauchwolken auch am späten Sonntagvormittag, neun Stunden nach der Brandmeldung um 2.24 Uhr, über die Klever Unterstadt hinweg.
Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz. 85 Wehrleute aus Kellen, Donsbrüggen, Wardhausen, Brienen, Keeken, Düffelward, Materborn und Reichswalde bekämpften das Feuer. „Wir haben unheimlich viel Wasser gebraucht“, sagte Pauly. „Unser Augenmerk galt den umliegenden Häusern und Lagerhallen, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.“ Firmeninhaber Christian Dorsemagen, der die Nacht vor Ort verbrachte, fand viel Lob für den schnellen Einsatz der Feuerwehr. Das eigentliche Geschäftsgebäude wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Schadenshöhe schätzt Jürgen Pauly auf gut eine halbe Million Euro. Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen; die Feuerwehr hat zwei Brandherde gefunden.
0mitdiskutieren