Das aktuelle Wetter Kleve & Region 11°C
Serie

Großbaustelle Unterstadt

05.10.2010 | 18:51 Uhr
Großbaustelle Unterstadt

Kleve. Der Run auf die Unterstadtbebauung hat begonnen. Lokale und regionale Anbieter haben Angebote für die vier ausgeschriebenen Lose abgegeben, formuliert es der Technische Beigeordnete Jürgen Rauer: „Es ist ein guter Mix“.

Dass dort die Volksbank Kleverland neu bauen möchte und weitere Interessenten konkrete Bau- und Nutzungspläne griffbereit in der Schublade liegen haben, ist ebenso ein offenes Geheimnis wie die Pläne der Zevens-Gruppe, dort ein Vier-Sterne-Hotel zu bauen. Konkretisiert hat das Golden-Tulip-Manager Holger Berens: „Wenn wir den Zuschlag erhalten, bauen wir“. Wie zu hören ist, soll für das Hotel Cleve dann eine neue Nutzung gefunden werden. Ein Hotel sei in der Ausschreibung bewusst nicht ausgeschlossen worden, so Jürgen Rauer: „Für diesen Standort ist es städtebaulich begrüßenswert und sinnvoll.“ Wobei eine Hotelnutzung für Investoren eine Option sei und damit nicht angeboten werden muss. Wobei Kleve aus Sicht von Jürgen Rauer derzeit mit Hotels „dünn“ aufgestellt ist.

Auswertung der Angebote

In Kombination mit Gastronomie und Einzelhandel wäre ein Hotel in dem Bereich eine Aufwertung. Derzeit seien Mitarbeiter im Rathaus mit der Auswertung der Angebote beschäftigt. Möglicherweise könne das Ergebnis den politischen Gremien Ende des Jahres vorgelegt werden. Jürgen Rauer rechnet nach Vergabe mit einer Bauzeit von zwei- bis zweieinhalb Jahren.

Das Votum der Bürger, die dazu befragt wurden, sei eindeutig gewesen: Die Stadt soll das Rathaus in Eigenleistung bauen und sanieren. Das sei Maßstab für die finanzielle Bewertung. Sollte ein anderer Plan zwar teurer, aber architektonisch besser und finanziell günstiger sein, „dann können wir immer noch überlegen, was langfristig wirtschaftlich sinnvoller ist, Fremdvergabe oder Eigenleistung“. Bei Eigenleistung rechnet Rauer mit zwei- bis zweieinhalb Jahren Bauzeit, Investoren würden das schneller stemmen.

2013 könnte alles fertig sein

Zügige Realisierungen seien mit Blick auf die Großbaustellen in der Unterstadt sinnvoller. Wenn 2011 begonnen werde, könnte 2012/2013 alles fertig sein: „Dann passt das mit dem Bau der Hochschule zusammen.“ Im Kontext mit dem geplanten Ärztehaus von Alltours-Chef Willi Verhuven „hätten wir an dieser zentralen Stelle unsere großen Baustellen bis 2013 abgearbeitet.“

Bei allen Plänen müsse die historisch gewachsene Innenstadt berücksichtigt werden, fordert Stadtmarketing-Geschäftsführerin Ute Schulze-Heiming. „Der gesamte Bereich muss attraktiv gestaltet werden“. Rund um die Hochschule müssten Hafen und Wasser mehr in den Fokus gerückt und touristisch genutzt werden. Durch gebührenpflichtige Wasserrastplätze beispielsweise. „Von der Anlegestelle in fünf Minuten in die City, das würden Touristen sicher schätzen“.

Gaby Boch

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3797485/create

Aktuelle Fotos und Videos
Landtagwahl in Kleve
Bildgalerie
Fotostrecke
Wallfahrt
Bildgalerie
Öffnung der Basilika
Streetdance
Bildgalerie
Kreismeisterschaft
Großbrand in Goch
Bildgalerie
Nähr-Engel
Aus dem Ressort
Das Freibad soll verkleinert werden
Freizeit
Welchen Weg nimmt das Klever Hallenbad? Sowohl das Bad am Königsgarten als auch das Freibad am Sternbusch stehen auf dem Prüfstand.
Wo bleiben die Bagger auf dem ehemaligen NHG-Gelände?
Einzelhandel
In Kalkar schwindet der Glaube an die Realisierung des Fachmarktzentrums.
Foto 2 Kommentare 2