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Flughafen Niederrhein

Großalarm am Airport Weeze

27.01.2011 | 09:29 Uhr
Großalarm am Airport Weeze
Riesige Schlangen heute Morgen am Airport. Foto: Wolfgang Remy

Weeze.   Flughafen wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt. Gut Tausend Passagiere betroffen. Van Bebber: „So etwas hat es am Airport noch nicht gegeben.“

Ein noch nie dagewesener Großalarm schreckte gestern morgen alle Beteiligten am Flughafen Weeze auf. Der Airport Niederrhein wurde am gestrigen Donnerstag von 6.15 Uhr bis 10 Uhr komplett gesperrt. Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber: „Acht Maschinen waren direkt betroffen, rund ein Dutzend hoben mit Verspätung ab.“ Zum Hintergrund: Gestern hatte gegen 6 Uhr eine 29-jährige Frau aus Rostock, die in den Urlaub fliegen wollte, den Sicherheitsbereich passiert, ihn dann aber wieder verlassen. Anschließend konnte sie ohne erneute Kontrolle den Sicherheitsbereich des Flughafen Niederrhein wieder betreten. Eine Panne? Flughafengeschäftsführer Ludger van Bebber: „Was da geschehen konnte, hätte den Mitarbeitern auffallen müssen. Da haben sie offensichtlich nicht aufgepasst.“

Sicherheit wird
thematisiert

Flughafensprecher Holger Terhorst ergänzte: „Das wird jetzt Thema sein. Aber sicher ist, dass es sofort auffiel.“ Soll heißen: Innerhalb von Minuten. Um 6.15 Uhr erfolgte die Entscheidung, den Flughafen zu sperren. Dazu erklärte die Pressestelle der Bezirksregierung gestern: „Um die Sicherheit aller Anwesenden zu gewährleisten, hat die Luftsicherheitsbehörde der Bezirksregierung Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Landespolizei und dem Flughafen Niederrhein entschieden, dass der gesamte Sicherheitsbereich sofort geräumt wird, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass Sprengstoff oder andere gefährliche Gegenstände durch die Frau in den Sicherheitsbereich gelangt und dort beispielsweise weitergegeben worden sind.“

Durch speziell geschulte Sprengstoffspürhunde der Landespolizei wurde der gesamte Bereich durchsucht. Die Passagiere im Sicherheitsbereich und in einer Maschine auf dem Flugfeld wurden erneut kontrolliert. Holger Terhorst: „Davon waren rund 1000 Passagiere betroffen.“ Die meisten hatten Verständnis für die Maßnahmen – es ging schließlich um Sicherheit.

Ergebnis: Es wurde kein gefährlicher Gegenstand oder Sprengstoff gefunden. Ab 10 Uhr ging der Flugbetrieb seinen gewohnten Gang. Mit leichten Einschränkungen. Terhorst: „Die Flüge sind ja in Umläufe eingebettet.“ Soll heißen: Durch die morgendlichen Verspätungen ist es hier und da zu weiteren Verzögerungen gekommen.

Zur Frau, die den ganzen Sicherheitsapparat in Gang gesetzt hatte, konnte van Bebber nur soviel verraten: „Ersten Erkenntnissen zur Folge ist die Frau nicht in einem kriminellen Umfeld zu Hause.“ Also vermutlich unüberlegtes Verhalten. Zur Kasse gebeten, so die ersten Vermutungen des Flughafenchefs, wird sie für den Großalarm wohl nicht.

Anke Gellert-Helpenstein

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