Grenzregion gedenkt 70 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges

Kleve/Gennep..  An diesem Wochenende wird in Gennep der Befreiung im Februar 1945 gedacht. Das „Unternehmen Veritable“ ist eine weniger bekannte Schlacht, sie ist für die Befreiung der Region um Gennep jedoch entscheidend gewesen. Mit Bombenangriffen auf Kleve und Goch, harten Kämpfen in Gennep, wo oft Mann gegen Mann um jedes einzelne Haus gekämpft wurde, gilt das Unternehmen als ein wichtiger Schritt in Richtung Ende des Zweiten Weltkriegs.

An diesen Schritt wird von Freitag, 6. Februar, bis Sonntag, 8. Februar, auf besondere Weise erinnert. Sowird es eine umfassende Ausstellung für den Zeitraum Januar bis März 1945 geben, initiiert durch die Stiftung Veritable in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Kleve. Diese Ausstellung läuft ab 1. Februar in der Bibliothek in Gennep am Ellen Hoffmann-Platz – während der Öffnungszeiten.

Am Freitag, 6. Februar, starten Funkamateure aus den Niederlanden und Deutschland ein besonderes Projekt unter dem Codenamen PA70OV, wobei ein spezielles Funkstudio im Rathaus von Gennep eingerichtet wird. Funkamateure erstellen Radiosendungen in die ganze Welt und stellen mit besonderem Originalgerät aus dem Zweiten Weltkrieg Verbindungen her.

Am Samstag, 7. Februar, findet die große Gedenkfeier in Gennep und Milsbeek statt. Das Programm fängt morgens um 9 Uhr mit dem Empfang verschiedener Gäste aus Deutschland und den Niederlanden an, darunter mehrere Bürgermeister aus der Region und der angrenzenden deutschen Region. Unter den Gästen befinden sich auch der Kommissar des Königs in Limburg, Bovens, und die NRW Ministerin Dr. Schwall-Düren sowie der britische Konsul Cameron-Webb.

Außergewöhlich ist die Anwesenheit von Veteranen aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Februar 1945 in der Region stationiert waren und tatsächlich zu der Befreiung von Gennep beigetragen haben.

Nach einer Gedenkfeier an der Niersbrücke in Gennep wird das Programm fortgesetzt in Milsbeek mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche und einer Gedenkfeier beim Bürgerdenkmal und dem Kriegsfriedhof.

Der Sonntag wird der Battlefield-route gewidmet. Unter dem Titel „Auf den Spuren der 51st Highland und 52nd Lowland Division” wurde eine Tour zusammengestellt. Mit dem eigenen Auto und mithilfe einer Broschüre werden die wichtigsten Kampfstätten der Region besucht. Vom Beginn des Angriffs in Groesbeek, über die schwer umkämpfte Niersbrücke in Gennep bis hin zur verteidigten Stadt Goch. Am Sonntag, 8. Februar, werden erfahrene Reiseführer an fünf Stellen auf der Strecke diese wichtige Schlacht im zweiten Weltkrieg erläutern. Die Tour endet um 14.15 Uhr mit einer Kranzniederlegung auf dem Reichswald Forest War Cemetery von einigen schottischen Veteranen der 51st Highland Division.

Anmeldung über: battelfieldroute@veritable.eu. Start ist am Sonntag, 8. Februar, um 10 am Bauernhof und Mini-camping „De Hoge Hof“, Derdebaan 14 in Groesbeek.