Goch vergibt Jugendkonzept

Goch..  Die Stadt möge das Konzept zur Jugendarbeit fortschreiben. Darum bat die BfG im Jugendhilfeausschuss. Überraschend fiel die Antwort von Fachbereichsleiter Dr. Georg Kaster aus. Es seien Hunderte Seiten Papier zusammen gestellt worden und sein Urteil lautet: Es habe niemand in der Verwaltung die Kompetenz, daraus ein Konzept zu schreiben.

Die umsichtige Leiterin des Jugendamtes, Heike Krämer, ist Verwaltungsangestellte. Seit 2013 wurde die Stelle einer Jugendpflegerin nicht nachbesetzt. Kasters Vorschlag: Statt Papiere für eine Schublade zu produzieren, sollen die Politiker den Auftrag extern vergeben – als Masterarbeit an eine der umliegenden Hochschulen oder Fachhochschulen. Eine Expertise über die künftige Jugendarbeit der Stadt würde die Bedarfe feststellen, Stichproben liefern, etwa über die Situation im neuen, räumlich reduzierten Astra-Jugendheim.

Wie müsse es künftig personell ausgestattet werden? Nach der Jugendpflegerin waren Zeitvertragsstellen gefolgt. Es laufe derzeit vermehrt Freizeitgestaltung mit Kindern, weniger mit Jugendlichen, hieß es aus dem Ausschuss. Georg Kaster überlegte: Vielleicht sollte Goch heutzutage gar nicht mehr so viele Einrichtungen vorhalten, sondern besser hinaus gehen, „dorthin, wo sich Jugendliche aufhalten . Brauchen wir mehr Personal, das in der Stadt unterwegs ist? Ich als Laie würde das vermuten“, sagte Dr. Kaster. Das neue Jugendarbeits-Konzept unterliege dann einem ständigen Prozess mit Controling-Instrumenten. Kaster bat um eine schnelle Entscheidung. Das „Ja“ von allen bekam er sofort. Goch hat zurzeit (Stand Mai) 1807 Kinder von Babyalter bis sechs Jahren, 1981 Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren und 2250 Jugendliche von 13 bis 18 Jahren.

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