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Karneval

Goch lässt die Fußball-Party steigen

20.02.2012 | 18:54 Uhr
Goch lässt die Fußball-Party steigen
Tausende Narren feierten allein am Gocher Marktplatz den vorbeiziehenden Rosenmontagszug. Mehr als 80 Zugnummern waren dieses Jahr vergeben worden. Foto: Thorsten Lindekamp

Goch.   Mit Aki und Marijke feierte die Jecken beim Zug auch Viktorias Jubiläum.

Erst „Volle Kanne“ im ZDF-Fernsehen, dann volle Kanne Party zwischen Marktplatz und Bahnhof: Rund um die Gocher Viktoria und ihr Prinzenpaar haben die Vereine der Stadt und der Nachbargemeinden von beiden Seiten der deutsch-niederländischen Grenze einen fußballerisch-jecken Rosenmontagszug organisiert. Vor dem mit rot-schwarzen Bannern versehenen Rathaus der selbsternannten „miteinander Stadt“ gab’s für die Viktoria-Jubilare viele kameradschaftliche Grüße.

„Die Grünen von Concordia stoßen an auf 100 Jahr’, Prost und Helau Viktoria“, hatte der Karnevals-Club-Concordia (KCC) sich auf den Wagen geschrieben – und schickte die Fußgruppe gleich als große Fußbälle vorneweg. Der VfB Alemannia Pfalzdorf kam mit einer als Zigeuner verkleideten Fußgruppe, „Viktoria wird 100 Jahr’, hier feiert die Alemannia“ stand auf dem Wagen. Auch die Tanz- und Reitergarde der Pferdefreunde hatte ihren Wagen mit Fußbällen und Masken der Viktoria geschmückt, Motto: „100 Jahre seid ihr am Ball, wir Reiter tanzen durch den Karneval“.

Das Prinzenpaar auf einer Krone: Aki und Marijke.

„Die beherrschenden Farben sind in diesem Jahr schwarz-rot!“, rief Moderator Josef Hondong vom Rathausfenster begeistert hinab. Der Asperdener Karnevalsverein Vallis Comitis hatte sich gleich die Wappen aller Gocher Vereine auf den Wagen geholt – auch wenn die Griechen mit dem olympischen Feuer auf dem Wagen selbiges natürlich von einer Puppe in ihren Farben anzünden ließen: Ein wenig Necken ist erlaubt.

Zum Stocken brachte den Zug in diesem Jahr das Nadelöhr an der Nierswelle. Hatte die Stadt dort diesmal den Uferbereich neben der Straße mit Bauzäunen abgesperrt, hielt das Alkohol trinkende Jugendliche zwar vom Wasser ab – vom Treffpunkt generell aber lange nicht. „An der Brücke ist es wohl etwas eng“, so Hondong zur Verzögerung.

Mit goldenen Löwen und Fußbällen auf dem Wagen fuhren Prinz Aki und Prinzessin Marijke hoch oben auf einer Krone zwischen Garde und RZK durch die Weberstadt. Hondong: „Ihr seid tolle Botschafter unserer Stadt!“

Julian Weimer

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