Goch bekommt sein eigenes Stadtfernsehen
20.02.2010 | 09:01 Uhr 2010-02-20T09:01:00+0100
Goch. Fernsehen aus Goch und für Goch soll ein neuer Sender präsentieren: Goch.TV macht Stadtfernsehen - und soll gleichzeitig zur Entwicklung der Stadt beitragen. In drei Workshops sollen Mitarbeiter fit gemacht werden.
Die Heimat mit multimedialen Augen sehen. Ein Angebot von Gochern für Gocher, bei dem der Name Programm ist: Goch.TV. Gesucht werden Bilder, Szenen und Menschen aus der Stadt, die in einem Video festgehalten und bald im Internet zu sehen sein werden.
Doch damit nicht genug – denn neben Videojournalisten sucht die Stadtentwicklungsgesellschaft Go! auch Online-Redakteure und Webmaster. Und damit diese auch qualifiziert ans Werk gehen, stehen drei kostenfreie (!) Workshops mit dem Adolf-Grimme-Institut aus Marl, Euronics-Thonnet und Web-Dat aus Goch in den Startlöchern. Die Beiträge können sogar zu einem Wettbewerb eingereicht – und möglicherweise preisgekrönt werden.
Mitmachen darf jeder, der Interesse hat und die Frage „Wie stellen Sie sich das Leben auf dem Kasernengelände vor?” beantworten möchte. So wird Goch.TV zum Teil des Stadtentwicklungsprojektes der ehemaligen Reichswaldkaserne (die NRZ berichtete), mit dem „wir einen medialen Beitrag leisten und insbesondere die junge Generation ansprechen wollen”, wie Carlo Marks für die Gocher Stadtentwicklungsgesellschaft die Idee vorstellte.
Das insbesondere durch den Grimme-Fernsehpreis bekannte Institut aus Marl begeht damit eine Premiere: „In Zusammenarbeit mit einer Stadt haben wir ein solches Projekt auch noch nie betreut”, sagte Aycha Riffi von der Grimme-Akademie. Sie stellt sich den „perfekten Teilnehmer” so vor, dass er aus Interesse an Goch und dem neuen Stadtviertel mitmacht, sich durch die Workshops für seine Aufgaben und darüber hinaus qualifiziert und anschließend tolle Beiträge für Goch.TV liefert. Ein großes Anliegen ist den Initiatoren, eine Internetseite zu gestalten, die „nachhaltig bestehen bleibt und von Menschen, die hier leben, bespielt und gepflegt wird”, erklärte sie. Für Letzteres soll künftig das Jugendzentrum „Astra” zuständig sein, das neben fünf Schulen und bereits mehr als 30 Personen Interesse für Goch.TV signalisiert hat.
„Heimat schaffen”
Erreichen könne man dadurch Bildung und Medienkompetenz auf der einen, Ideenreichtum für das neue Stadtviertel auf der anderen Seite. Nach dem ersten erfolgreichen Workshop kann Carlo Marks bereits festhalten, dass es vielen Menschen um soziale Gefüge bei der Entstehung des Viertels ginge, sie wollen „Heimat schaffen”. So, wie unter anderem die Klasse 02a der Pestalozzi-Schule, die in einem Modell ihre Vorstellungen wunderschön untergebracht hat: Mit einer Autowerkstatt, Turnhalle, bunten Häusern, einem Hundesportplatz – und Rennautos.
Die Workshops
Der Workshop zur Web-Konzeption für Goch.TV steigt am 13. und 14. März sowie am 17./18. April von 10 bis 17 Uhr. Am 20. und 21. März sowie 17. April dreht's sich um den Videojournalismus (10 bis 17 Uhr). Der Workshop „Interview” läuft am 24. April von 10 bis 17 Uhr.
Bereits am kommenden Montag beginnt der Wettbewerb zu Goch.TV, bei dem die besten Beiträge am 4. Juli im Stadtpark preisgekrönt werden.
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