Gewinneinbruch und Zahlungsprobleme
25.01.2012 | 20:46 Uhr 2012-01-25T20:46:00+0100Weeze. Der Airport zahlt seit Jahren die Zinsen der Kreiskredite nicht
Der Flughafen Niederrhein hat ein schwieriges Jahr 2011 hinter sich -- und wie es aussieht, wird auch 2012 die Verantwortlichen nicht gerade fröhlich stimmen.
Über die finanziell missliche Lage klärte Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber im vergangenen Jahr rechtzeitig auf. Schon am 26. Januar teilte er der NRZ mit, dass er einen Gewinneinbruch um 50 Prozent erwartet. Das Betriebsergebnis betrug damals 4,75 Millionen Euro. Der Grund sei die Luftverkehrsabgabe, die von von der schwarz-gelben Bundesregierung Mitte 2010 eingeführt worden war.
Die Abgabe treffe den Flughafen unvergleichlich hart, betonte van Bebber seitdem immer wieder. Die Fluggesellschaft Ryanair zog zwei Flugzeuge aus Weeze ab und strich mehrere Flugziele. Die Konsequenz: 700 000 Passagiere weniger für den Airport am Niederrhein.
Knapp eine Woche später, am 1. Februar 2011, dann die Hiobsbotschaft: Der Airport kann die Zinsen für die Kredite des Kreises Kleve nicht zahlen. Flughafen-Gesellschafter Herman Buurman bittet um eine Stundung der Zinsen, die eigentlich bis zum 31. März hätten gezahlt werden müssen. Geschäftsführer van Bebber betonte damals, dass der Flughafen nicht zahlungsunfähig sei, sondern Spielraum für Investitionen benötige.
Die Zinslast beläuft sich mittlerweile auf 1,372 Millionen Euro, die Schulden betragen inklusive Zins und Zinseszins 34 Millionen. Ursprünglich hatte der Kreis Kleve dem Flughafen über eine Erschließungs- und Entwicklungsgesellschaft (EEL) in den Jahren 2003 bis 2007 mehrere Darlehen für den Ausbau der Infrastruktur in Höhe von 26,8 Millionen Euro gewährt. Noch im Sommer 2010 wurden die Darlehen bis zum Jahr 2016 verlängert.
Der Kreis Kleve und der Flughafen kamen nach dem Offenbarungseid vom Januar 2011 überein, die Zinszahlungen bis zum Jahresende auszusetzen. Sollte der Flughafen dann immer noch nicht zahlen können, werde der Kreis Kleve Gesellschafteranteile erhalten – so der Plan.
Dieser Fall trat zu Beginn des Jahres ein. Der Kreis wird Flughafenanteile in Höhe von 1,4 Millionen Euro übernehmen. Der Kreistag wird hierüber vermutlich im März entscheiden.
16:52
In Karlsruhe gibt es offensichtlich keine Luftverkehrssteuer. Da hat Ryanair das Angebot ausgeweitet.
10:35
soso
wegen lächerlichen 8 euro so ein popanz zu veranstallten.
kann es sein das die betreiber des airportes einfach zu hoch gepokert haben????
IMMER NUR NACH OBEN GEHT ES HALT NICHT.
und der bürger ist es auch mitlerweile leid von den sogenannten billigairlines abgezockt zu werden.
09:50
Das müßte sich der kleine Arbeitnehmer mal leisten, keine Zinsen und keine Tilgung zahlen (Kapitaldienst), dem würde man die Hütte unter dem Hintern weg zwangsversteigern.