Gesunde Zukunft sichern

Das St Antonius Hospital in Kleve.
Das St Antonius Hospital in Kleve.
Foto: Kleve
Was wir bereits wissen
Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft Kleve und pro homine Wesel / Emmerich wollen noch mehr zusammenarbeiten und sich vielleicht zusammenschließen

Kreis Kleve..  Keinen Wettbewerb mehr untereinander, aber gegenüber anderen Regionen – den wollen die Katholischen Kliniken in den Kreisen Kleve und Wesel führen. Sie wollen die gesundheitliche Versorgung „auf höchstem Niveau dauerhaft sicherstellen“. Darum prüfen die Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft mbH Kleve und die „pro homine gGmbH“ Wesel Möglichkeiten, ihre laufende Zusammenarbeit auszuweiten.

In einem Kooperationsausschuss berieten Aufsichtsratsmitglieder beider Gesellschaften und Vertreter des Bistums Münster „auf Augenhöhe“ bereits ein paar Mal. Eine „eigenständige, medizinisch hochkarätige und wirtschaftlich gesunde katholische Krankenhauslandschaft am nördlichen Niederrhein“ könnte sogar zu einer Fusion führen: ein gemeinsamer Krankenhaus- und Altenhilfeverbund. Fest steht das aber noch nicht.

Aus starker Position

Die Planung läuft ausdrücklich nicht aus einer Not heraus, sondern um die Zukunft zu sichern. Denn beide Träger sind wirtschaftlich gesund und gut aufgestellt, von der Bevölkerung akzeptiert. „Aus dieser Position der Stärke heraus wollen die Gesellschafter und Gremien rechtzeitig die Weichen stellen,“ so die Krankenhausverwaltung. Parallel geht es darum, qualifiziertes ärztliches und pflegerisches Fachpersonal zu gewinnen und im engen Austausch mit niedergelassenen Partnern die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten.

Ihr gesellschaftlicher Auftrag sei die Patientenversorgung, Altenhilfe und Rehabilitation – und die Einrichtungen in katholischer Trägerschaft zu halten.

In ihren insgesamt sechs Krankenhäusern am rechten und linken Niederrhein versorgen die beiden Trägergesellschaften zusammen pro Jahr fast 70 000 Patienten stationär und etwa 120 000 Patienten ambulant.

Die „Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft mbH“ im Kreis Kleve“ (vormals KKiKK genannt) beschäftigt mehr als 2300 Mitarbeiter.

Sechs Krankenhäuser

Zu ihrem Verbund gehört das Katholische Karl-Leisner-Klinikum mit seinen vier Standorten St.-Antonius-Hospital Kleve (367 Betten), Wilhelm-Anton-Hospital Goch (223 Betten), Marienhospital Kevelaer (218 Betten) und St. Nikolaus-Hospital Kalkar (96 Betten). Im Katholischen Altenhilfe-Netzwerk am Niederrhein gibt es über 20 Pflegeeinrichtungen und Wohnanlagen für Senioren mit insgesamt 850 Plätzen. Ein Logistikzentrum, Präventions- und Rehabilitationszentren sowie Bildungseinrichtungen für Gesundheitsberufe und Altenpflege gehören dazu.

Die „pro homine gGmbH“ zählt 2700 Mitarbeiter. Unter ihrem Dach: das Marien-Hospital Wesel (427 Betten) und das St. Willibrord-Spital Emmerich (293 Betten), neun Senioreneinrichtungen in Wesel, Emmerich, Rees und Voerde mit zusammen 680 Wohnplätzen, ein Gesundheitszentrum, ein Reha-Zentrum, ein Medizinisches Versorgungs-Zentrum mit Praxen in Wesel und Xanten und eine ambulante kardiologische Reha.

Weitere Details will Krankenhaussprecher Christian Weßels nicht weiter kommentieren, sagt er der NRZ. Es gibt auch keine Antwort auf die Frage, ob die kleineren Standorte im Falle einer Fusion mit einer solchen Idee nun eher noch mehr gefestigt würden.