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Schulpolitik

Gesamtschulinitiative gescheitert

30.11.2009 | 18:42 Uhr

Kleve. Der Fachbereich Schulen der Stadt Kleve interpretiert es zumindest so und damit die Ergebnisse der Bedarfsumfrage zum Thema Gesamtschule für das Stadtgebiet Kleve anders, als die Initiative.

Der Fachbereich Schulen der Stadt Kleve teilte gestern die Auswertung der Fragebogenaktion zur Bedarfsanalyse einer Gesamtschule im Stadtgebiet Kleve mit.

Von den 2734 zur Bedarfsanalyse angeschriebenen Eltern/Erziehungsberechtigten, haben 1412, also 51,64 Prozent, geantwortet. „Von den Rückläufen haben sich insgesamt 55 Prozent, das sind 786, für eine Gesamtschule ausgesprochen” rechnete der Sprecher der Gesamtschulinitiative Martin Hiller, der NRZ auf Anfrage vor.

Dennoch erklärte das Schulamt in einer entsprechenden Mitteilung nach Auswertung der Bedarfsanalyse gestern: „Die Gesamtschulinitiative ist knapp gescheitert.” Zudem sei für die Schuljahre 2014/15 und 2015/16 der Mindestbedarf von 112 Stimmen nicht erreicht worden.

Die Zahlen im Detail laut Stadt Kleve, Fachbereich Schulen: Für das Schuljahr 2010/2011 sprachen sich 154 der Befragten für eine Gesamtschule aus und 100 votierten für eine andere Schulform bzw. machten keine Angaben. Für 2011/2012 stimmten 178 pro Gesamtschule und 115 für eine andere Schulform.

Im Schuljahr 2012/2013 würden 149 ihr Kind auf eine Gesamtschule schicken, 104 nicht. Im Schuljahr 2013/2014 wollen 125 der Befragten ihr Kind auf einer Gesamtschule unterrichten lassen und 87 wählten eine andere Schulform. Für 2014/2015 sind es noch 90, die für eine Gesamtschule votieren, 104 für eine andere Schulform. Auch für das Schuljahr 2015/2016 stimmten 90 der Befragten für die Gesamtschule und 79 für eine andere Schulform.

Martin Hiller ergänzte im Gespräch mit der NRZ: „Wir sehen die Erhebung als großen Erfolg. Und wir möchten zu bedenken geben, dass es durchaus andere Interpretationsmöglichkeiten der Ergebnisse gibt.”

Ausführlicher Bericht und Stellungnahmen folgen.

Anke Gellert-Helpenstein

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