Gesamtschule: Politischer Streit sicher
02.10.2009 | 18:06 Uhr 2009-10-02T18:06:00+0200Kreis Kleve. 112 Unterschriften, um eine Gesamtschule in der Stadt Kleve zu gründen? Das wird nicht reichen, auch 150 nicht.
Es braucht eine nennenswerte Eltern-Unterstützung, damit die schwarze politische Klever Kraft am schwarzen Niederrhein im schwarzen Nordrhein-Westfalen freiwillig eine Gesamtschule zuließe. Die Hierarchie heißt: Kommune, Kreis, Bezirksregierung, Ministerium, am Ende gar Oberverwaltungsgericht.
Ohne Streit wird es nicht gehen. Das müssen die Eltern wissen. Und auch, dass wohl nicht ihre Viertklässler-Kinder 2010/11 schon eine Gesamtschule besuchen, dass Drittklässler-Eltern am Ball bleiben müssen.
Pisa hin oder her
NRW zementiert das dreigliedrige Schulsystem mit seiner rigorosen Taktik: Erst mehr Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien den Ganztag einrichten, bevor eine Ganztags-Gesamtschule an den Start darf. Pisa hin, Individual-Förderung her.
Die Argumente für eine zweite Gesamtschule im Kreis werden dadurch nicht geschmälert. Aber der Weg wird steinig.
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