Gemeinsam gärtnern am Dechantshof

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Kleve/Bedburg-Hau..  Was bislang als Bolzplatz genutzt wird, wird in Kürze in eine bunte, duftende und wohl auch schmackhafte Zukunft blicken. Nach dem erfolgreichen Start am Klever Opschlag nimmt der Verein „Gemeinschaftsgärten – Essbares Kleve“ am Dechantshof in Bedburg-Hau ein weiteres Projekt in Angriff. Rund 1000 Quadratmeter Land – zur Verfügung gestellt von der Gemeinde – sollen sich nach ihrem Wunsch in einen blühenden Garten verwandeln. Vorstellen wollen Guido Burmann und Herbert Looschelders die Aktion am Donnerstag, 5. Februar, 19 Uhr, in der Antoniterklause, An der Kirche 10.

„Einige Gärtner sind zwar schon dabei“, freut sich Burmann. Doch wünsche man sich noch weitere Helfer, „am besten Leute, die in der Nähe des Geländes wohnen“. Ein Landwirt, der die Fläche umpflügt, sei schon gefunden, so Burmann. Bevor aber gesät und gepflanzt werden kann, muss erst der sandige Boden verbessert werden. „Dafür wollen wir Terra Preta verwenden“, erklärt Vereinsmitglied Sabine Motzenbäcker. Eine sehr fruchtbare und klimafreundliche Schwarzerde, deren Grundlage u.a. Kuhmist und Pflanzenkohle ist.

Finanziert wird das neue Projekt wie auch schon in Kleve von der Herbert Looschelders Sozial- und Ökologiestiftung innerhalb der nächsten fünf Jahre mit einem Betrag von 10 000 Euro. Doch steht das Geld nicht im Mittelpunkt des Projektes: „Wir fördern bürgerschaftliches Engagement“, unterstreicht Looschelders. Wenn möglich solle mit den vorhandenen Ressourcen gearbeitet werden. So freue man sich, wenn ein Gartenhaus oder ein Bauwagen zur Verfügung gestellt würde, so Looschelders. „Es geht schließlich darum Menschen miteinander in Kontakt zu bringen“, ergänzt Burmann. Davon angesprochen fühlen sich nach seiner Erfahrung auch Leute, die ihre (zu groß gewordenen) Privatgärten aufgegeben haben, in kleinem Rahmen aber noch gärtnerisch tätig sein wollen.

Für weitere Informationen: Die Stiftungsmitglieder treffen sich jeden ersten Mittwoch im Monat um 19 Uhr in ihren Räumen an der Römerstraße 32. Dort lädt zukünftig auch eine Küche ein, selbst Geerntetes zuzubereiten.