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Geld für alte Unterkunft

30.07.2008 | 18:03 Uhr

Geplanter Abriss der Obdachlosen-Unterkunft am Deichweg ist vom Tisch. Stadt will die Immobilie für 70 000 Euro renovieren. Grund: Plattenbau an der Birkenallee soll verschwinden.

Ruhig war es in den vergangenen Jahren rund um die Obdachlosen-Unterkunft am Deichweg. Doch jetzt, nach dem Erwerb des im Volksmund als „Biesemann”-Komplex bezeichneten Wohnblocks in Altkalkar durch die Stadt (die NRZ berichtete), werden die beiden Doppelhaushälften wieder gebraucht. Dabei standen im Etat schon Mittel für einen Abriss bereit. „Die Stadt will die Unterkunft jetzt aber doch gründlich renovieren”, bestätigt Stadtoberbaurat Frank Sundermann.

Sollte der Nachtragshaushalt von der Politik abgesegnet werden, will Kalkar gut 70 000 Euro in die Sanierung des Gebäudes stecken. Fenster, Türen, Heizung und Bodenbeläge werden erneuert. Das Gebäude stammt aus dem Jahre 1966, hat sechs Wohnungen und ist zurzeit überwiegend nicht bewohnt.

Spätestens Mitte nächsten Jahres sollen dort die Personen einziehen, die noch im Plattenbau an der Birkenallee leben – bis vor kurzem inoffizielle Obdachlosen-Unterkunft der Stadt. Für die Familien würde weiter nach Wohnungen auf dem freien Markt Ausschau gehalten. „Die anderen können in die Unterkunft am Deichweg umziehen”, sagt Sundermann.

Kündigungen hat die Stadt als neuer Eigentümer des Plattenbaus übrigens noch keine ausgesprochen. „Die, die bislang das Haus verlassen haben, sind aufgrund freiwilliger Vereinbarungen ausgezogen”, so der Verwaltungsmann.

Der davon ausgeht, dass der geplante Abbruch des Hauses „Mitte 2009 erfolgen kann” – wenn alles glatt geht. Derweil wird seitens der Stadt an der Entwicklung eines städtebaulichen Folgekonzeptes für den Bereich Birkenallee gearbeitet. Bekanntlich planen Verwaltung und Politik in diesem Bereich Altkalkars ein neues Baugebiet.

Wenn das städtebauliche Folgekonzept vorliegt, will sich die Stadt mit den Wohnbau-Gesellschaften über das weitere Vorgehen unterhalten. Ein Abriss des Plattenbaus könnte Mitte 2009 erfolgen.

Wolfgang Remy

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