Für 2,5 Mio Kinder unterbringen

Foto: Anne Wohland

Goch..  Neue Kindergartenplätze in neuen und alten Einrichtungen in Goch werden die Stadt 2,55 Millionen Euro kosten – 595 000 Euro über den Stadtetat, 560 000 Euro über den Wirtschaftsplan des Vermögensbetriebs. Beide müssen dafür Kredite aufnehmen. Das beschloss der Rat einstimmig.

„Alternativlos“ ist es, das Jugendzentrum Astra mit einem Kindergarten zu füllen, um 100 Kids über drei Jahren mit einem Kita-Platz zu versorgen. Das sah nun auch die BfG so, nachdem aus diversen Gründen neue Gruppen bei vier anderen Trägern nicht realisiert werden können. Der Rat beschloss also einstimmig, dass im August vier Gruppen an der Pfalzdorfer Straße einziehen.

Zwei Einrichtungen empfahlen sich mit kurzem Vortrag als Träger: Nicht genommen wurde die Lebenshilfe, die ihre inklusive Arbeit mit behinderten und nicht behinderten Kindern betonte, für sie aber Umbauten, einen Fahrstuhl und zusätzlichen Speiseraum-Anbau benötige (Zuschussbedarf wäre 168 000 Euro gewesen). Bereits unterschriftsreif lag dagegen ein Vertrag mit der Arbeiterwohlfahrt (Awo) vor, der dann auch mitten in der Sitzung unterzeichnet wurde. Bürgermeister Karl-Heinz Otto bat dazu Awo-Kreisvorsitzende Bettina Trenckmann von den Zuschauerreihen herunter ans Pult.

Die Vize-Kreisvorsitzende der Awo, Marion Kurth, hatte die Sprach- und Bewegungsförderung, Familienberatung, Erziehungshilfen, Bildungsangebote geschildert, Öffnungszeiten von 7 bis 17 Uhr genannt (Kooperation mit Tagesmütter, falls längere Betreuung nötig). Es soll vier Gruppenleitungen, vier Ergänzungskräfte in Vollzeit geben und zwei Hauswirtschaftskräfte. Eine Kita-Leiterin steht bereit. Zuschuss 150 000 Euro.

Einstimmig kommen die Politiker der Martin-Franz-Stiftung entgegen, die für einen Kita-Betrieb in einem privaten Haus Am Sandthof Kostenübernahmen von der Stadt wollte: den neun Prozent Trägeranteil zu übernehmen Vorabzug Quadratmeter-Mietförderung, 150 000 Euro für Inneneinrichtung und 50 000 Euro für Spielgeräte, 20 Jahren Zweckbindung. Personelle Voraussetzungen würden sich wohl realisieren lassen, hieß es. Betriebsbereit ab August.

Unterschiedlich

Für alle Kitas gibt es unterschiedliche Stadt-Zuschüsse. Fachbereichsleiter Dr. Georg Kaster sagte deutlich, dass er schon mal eine Einheitlichkeit im Fördersystem der Stadt angeregt habe, „aber das ist nicht überall auf Freude gestoßen“.

So beschloss der Rat, die Betriebskosten für die Evangelische Integrative Kindertagesstätte Niersstraße freiwillig mit 21 000 Euro mehr zu fördern (Trägeranteil von drei statt bisher zwei Gruppen, weil der LVR seine Zuschüsse für Behinderte kürzte). Die Martin-Franz-Stiftung bekommt 180 000 Euro Investitionskostenzuschuss für Um/- und Anbaumaßnahmen am Gärtnerweg. Für die Dachsanierung der Kindertagesstätte Arnold-Janssen fließen 35 000 Euro.

Ohne Diskussion ging die Einführung von Parkgebühren über die Bühne. Es bleibt dabei: Berufsschüler müssen 17,50 Euro pro Monat fürs Parkticket zahlen, nicht ermäßigt: 35 Euro, Jahresparkschein 350 Euro (ermäßigt 175 €). Parken bis fünf Minuten ist kostenlos.