Früherer Sparkassendirektor Paul Kratz ist tot

Kreis Kleve..  Paul Kratz, Ehrenmitglied des Deutschen Roten Kreuzes und Sparkassendirektor i. R. ist tot. Er starb am Freitag, 6. Februar, im 82. Lebensjahr in Kleve. Geboren wurde er am 21. Juni 1933 in Kleve. 1951 begann er seine Ausbildung

bei der Kreissparkasse Kleve. Bis 1960 war er in verschiedenen Abteilungen eingesetzt. 1960 – 1961 sammelte er Erfahrungen als externer Prüfer in der Prüfungsstelle des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes.

Anschließend wurde er leitender Innenrevisor der Kreissparkasse Kleve. Nach der Fusion im Jahre 1969 war er Innenleiter der Sparkasse Kleve und Vorstandsvertreter im Verhinderungsfall.

Im Jahr 1980 wurde er zum Vorstandsmitglied bestellt. In dieser Funktion verantwortete er vor allem personelle und technische Fragestellungen und hatte so entscheidenden Anteil an der Weiterentwicklung der Sparkasse Kleve.

In seine Amtszeit fiel nicht nur die systematische Weiterentwicklung der Aus- und Fortbildung für Sparkassenmitarbeiter sowie die laufende Weiterentwicklung der EDV-Systeme, sondern mit der Aufstellung des ersten Geldautomaten 1982 in der Hauptstelle auch der Startschuss für den weiteren Ausbau des Kundenservice. Am 1. Juli 1995 ging Paul Kratz in den Ruhestand. Sein fachlicher Rat wurde innerhalb und außerhalb der Sparkasse sehr geschätzt.

Kratz zeigte großes Engagement für die Ausbildung und Förderung des Nachwuchses. Er hat mehr als 20 Jahre in den Bankfachklassen unterrichtet und war als Prüfer im IHK-Ausschuss „Bankkaufmann“ tätig, dem er seit 1980 als Vorsitzender vorstand.

Er gehörte zu den Initiatoren für die Gründung des Vereins „Freunde des Städtischen Museums Haus Koekkoek e.V.“ in dem er zwölf Jahre lang das Amt des Vorsitzenden innehatte. Im Anschluss daran wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Kratz war bei dem Zusammenschluss der beiden Klever Museen und dem Aufbau des Kurhaus Museums eine treibende Kraft.

1975 wurde Kratz Schatzmeister des Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Kleve e.V.. Ein Amt, dass er auch nach der Fusion der Kreisverbände Kleve und Geldern fortführte. In seine Amtszeit fallen u.a. auch der Aufbau eines Behindertenfahrservice und der Aufbau von Sozialstationen. Dieses Engagement wurde im Jahr 1983 mit der Verleihung der höchsten Auszeichnung des Deutschen Roten Kreuzes – dem Ehrenzeichen – geehrt. Am 15. Mai 1991 verlieh im Bundespräsident von Weizsäcker das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Paul Kratz ist darüber hinaus Träger der silbernen DRK-Ehrennadel und der goldenen Auszeichnungsspange für 30jähriges aktives und höchst engagiertes Wirkens im DRK. Im Jahr 2006 wurde er außerdem zum Ehrenmitglied ernannt und auch in den Ehrenrat gewählt.