Forum will weitere Aschefelder

Auf dem Friedhof in Kalkar gibt es bereits ein Aschestreufeld.
Auf dem Friedhof in Kalkar gibt es bereits ein Aschestreufeld.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Die Partei beantragt für jeden Friedhof ein Streufeld mit Stele für die Namensnennung. Die Verwaltung registriert allerdings kaum einen Bedarf

Kalkar..  Benötigt man in Kalkar ein neues Aschestreufeld mit Gedenktafel oder reicht bereits das anonyme Streufeld auf dem Zentralfriedhof? Das Forum Kalkar hatte jetzt die Errichtung neuer Aschestreufelder auf allen Friedenhöfen in Kalkar beantragt. Der Fraktionsvorsitzende Lutz Kühnen begründete den Antrag mit „gesellschaftlichen Veränderungen“. Es gebe einen höheren Bedarf an Bestattungen durch die Verstreuung von Asche, so Kühnen. Die Aschestreufelder sollen keine anonymen Begräbnisstätten sein, sondern mit einer geeigneten Einrichtung zur Ablage von Blumenschmuck und der Anbringung von Namensplaketten ausgestattet werden.

Kaum Bedarf für Aschefeld

Doch so eine großen Bedarf scheint es in Kalkar nicht zu geben. Stadtoberbaurat Frank Sundermann erklärt, dass es im vergangenen Jahr nur zehn Aschestreuungen in Kalkar gegeben habe. Nun auf jedem Friedhof, in jedem Ortsteil ein Aschefeld anzulegen halte er für übertrieben. Zudem seien meist die Kirchen Eigentümer der Friedhöfe und eine Veränderung müsse man abstimmen.

Sundermann macht darauf aufmerksam, dass es in Kalkar bereits Rasenreihengräber gebe, die mit einer schlichten Steinplatte versehen werden und sich von einem Aschestreufeld unterscheiden. Wenn man nun ein Aschestreufeld mit Namensplakette versehen wollen, könne er nicht mehr den Unterschied zu den vorhandenen Rasenreihengräbern sehen. Allerdings zahle man für ein Rasenreihengrab mehr Gebühren.

Das Forum möchte den eigenen Vorschlag nicht unnötig verkomplizieren: „Was spricht dagegen, auf einem Rasenstück verstreut zu werden und auf einer Stele den Namen zu gravieren?“, fragte Dietmar Klein. Auch Dieter Leusch (CDU) wünscht sich, dass man dem Bürgerwillen Rechnung trägt: „Wenn jemand den Wunsch äußert, sich verstreuen zu lassen und auf einer Stele namentlich genannt zu werden, dann soll man diesen Wunsch auch erfüllen. Es sollte nicht an den Kosten scheitern“, so Leusch. Ähnlich sieht es auch Jochem Reinkens von der SPD, der zumindest für den Zentralfriedhof eine Stele für die Namenskennzeichnung anregt.

Die Stadtverwaltung wurde jetzt damit beauftragt mit den Kirchenvertretern zu sprechen, um über die Veränderungen auf den Friedhöfen zu reden.

Bade-Bonus für Feuerwehrleute

Unter finanziellem Vorbehalt steht die Einführung eines „Bade-Bonus“ für Feuerwehrleute. Die CDU regte an, dass Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr gratis in den umliegenden Hallenbädern in Bedburg-Hau und Rees trainieren können. Die anfallenden Kosten sollen dann von der Stadt übernommen werden. Die Verwaltung prüft bis zum Stadtrat, ob es bei den Hallenbädern eine Vergünstigung für die Stadt gibt.