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Fonck möchte wieder antreten

22.01.2015 | 09:00 Uhr
Fonck möchte wieder antreten
Gerhard FonckFoto: Andreas Gebbink

Kalkar.   Kalkars Bürgermeister wird vom CDU-Stadtverband unterstützt. Die Partei muss ihn jedoch noch wählen. „Einen geeigneteren Kandidaten haben wir nicht“

Gerhard Fonck möchte es noch einmal wissen. Der Kalkarer Bürgermeister hat am Dienstagabend dem CDU-Stadtverband mitgeteilt, dass er zur Wahl für das Amt des Bürgermeisters antreten möchte. Gerhard Fonck ist seit 16 Jahren im Amt und strebt seine vierte Wahlperiode an: „Ich bin jetzt 59 Jahre alt und habe mir diese Entscheidung gut überlegt. Ich habe mich in der Vergangenheit mit aller Kraft für diese Stadt eingesetzt und möchte das gerne auch in Zukunft tun. Die Arbeit als Bürgermeister macht mir immer noch sehr viel Spaß.“

Die Sorge um Kalkar

Fonck hatte um einige Bedenkzeit gebeten. „Mir war es wichtig, nach der vergangenen Kommunalwahl die Veränderungen in der Stadt zu reflektieren und zu schauen, wo ich stehe.“ Fonck betonte, dass ihm das Wohl Kalkars am Herzen liege und dass man es gemeinsam geschafft habe, die Stadt aus einer Haushaltssicherung heraus zu halten. Die angespannte Finanzlage werde sicherlich auch Thema im Wahlkampf werden: „Auch wenn das viele Leute nicht so gerne hören wollen“, so Fonck. Wichtig sei es, weitere Arbeitsplätze zu schaffen, den Wohn- und Freizeitwerk der Stadt zu erhalten und die Schuldenlast weiter zurück zu führen. Bereits im Vorfeld hatte Fonck geäußert, dass er sich angesichts der Politik des Forums Sorgen um die Stadt Kalkar mache.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus-Dieter Leusch begrüßte die Entscheidung Foncks: „Einen anderen, geeigneteren Kandidaten in den CDU-Reihen sehe ich im Moment auch nicht“, sagte Leusch im Gespräch mit der NRZ. Der Stadtverbandsvorstand stehe einhellig hinter Fonck. Eine Mitgliederversammlung der Partei muss ihn allerdings auch wählen. Dies soll am 25. Februar erfolgen.

Dass es innerhalb der CDU auch Diskussionen über einen möglichen Bürgermeisterkandidaten Gerhard Fonck gegeben habe, möchte Leusch nicht verneinen:„Das ist das demokratische Prinzip, dass es auch kritische Stimmen in einer Partei gibt. Wir kennen ja auch die Argumente der Gegner: Sein Führungsstil wird kritisiert und die Außenwahrnehmung. Aber wenn ich die Leute mal konkret frage, was man denn verbessern könne, dann kommt meistens wenig“, sagt Leusch.

„Wir brauchen jetzt Führung“

In der jetzigen Situation sei es wichtig, einen Bürgermeister zu haben, der Erfahrung mitbringe. „So ganz ohne Fachkompetenz dieses Amt auszuführen, halte ich für schwierig“, sagte Leusch mit Blick auf die Gegenkandidatin Britta Schulz. Die Haushaltslage sei sehr angespannt, Kalkar befinde sich am Rande der Haushaltssicherung. „Da ist es wichtig, dass wir jemanden haben, der führen und leiten kann“, so Leusch.

Sollte die SPD auch einen Kandidaten aufstellen, steigt in Kalkar die Wahrscheinlichkeit, dass ein zweiter Wahlgang nötig ist.

Andreas Gebbink

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2015-01-22 09:00
Kalkar, CDU, Bürgermeister
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