Fördern und fordern

Günter Pageler will Bürgermeister in Kalkar werden
Günter Pageler will Bürgermeister in Kalkar werden
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Günter Pageler möchte die Bürger in Kalkar mehr für ihre Stadt begeistern.Mit Gemeinschaftssinn ließe sich vieles in der Stadt bewegen

Kalkar..  Ein freundliches Lächeln sei schon die halbe Miete. Günter Pageler weiß, dass es bei der anstehenden Wahl zum Bürgermeister auch auf die Ausstrahlung ankommt. Und da hofft der sympathisch-gesellige Bundeswehrmann ein paar Pluspunkte in Kalkar sammeln zu können. Am Montagabend stellte er sein Programm für die Bürgermeisterkandidatur vor. Wichtig ist ihm vor allem die Verbesserung der Aufenthaltsqualität für alle Generationen.

Günter Pageler tritt für die Freien Bürger Kalkar (FBK) an. Die Wählergemeinschaft ist seit 2004 politisch aktiv und pflegt einen sozial-liberalen Kurs. Dabei liegt durchaus die Betonung auf liberal. Pageler will die Menschen dazu motivieren, sich mehr für ihre Stadt einzusetzen – sei es ehrenamtlich oder im Einsatz vor der eigenen Haustüre, wenn es darum geht Grünanlagen zu pflegen: „Wir können nicht immer nur verlangen, was die Stadt alles machen soll. Wir müssen einen stärkeren Gemeinschaftssinn fördern, Leute einbinden und ihnen die Möglichkeiten geben, selbst aktiv zu werden.“ So könnten die Grünanlagen in den Wohngebieten von den Bürgern selbst gepflegt werden – als Stadt muss man sie dabei unterstützen und die nötigen Hilfen anbieten“, so Pageler.

Vorschläge für den Haushalt

Dass der Haushalt in Kalkar nicht auf Rosen gebettet ist, weiß die FBK nur zu gut. Und trotzdem glaubt Pageler, dass man mit den vorhandenen Ressourcen eine Menge mehr machen können. So sei die Stimmung in der Verwaltung alles andere als gut. „Da muss man eine vernünftige Stimmung in die Verwaltung tragen“, so Pageler. Den eigenen Mitarbeitern müsse man mehr zutrauen und ihnen mehr Kompetenzen übertragen. „Die hohe Fluktuation in einigen Fachbereichen, ist sicherlich kein gutes Zeichen für die Verwaltung. Da muss etwas im Argen liegen“, so Pageler. Und dies sieht er im Führungsstil des Bürgermeisters begründet. Er möchte weniger Vorgaben machen, mehr freies Denken in der Verwaltung und Arbeitsgruppen, die sich mit konkreten Problemen beschäftigen. „Man muss auf die Kreativität der Mitarbeiter vertrauen“, so Pageler.

Die jüngst vorgetragene Gewerbesteuererstattung in Höhe von 1,6 Millionen Euro werde Kalkar hart treffen. Daher denkt die FBK über Alternativen nach. Die Einführung von Parkgebühren ist für sie kein Tabu. „So könnte man mit gestaffelten Tarifen arbeiten. Die ersten zwanzig Minuten sind frei, danach muss man bezahlen“, so Pageler. Auch auf die Verwertung von Wertstoffen müsse mehr Nachdruck gelegt werden. Kleve und Bedburg-Hau hätten bereits gezeigt, wie es geht. „Es fahren nicht umsonst so viele Schrotthändler durch die Gegend. Wir müssen diese Wertstoffe für uns selbst verwerten“, so Pageler.

Sparansätze für Kalkar

Auch das Thema „Sparen“ will die FBK angehen. So müsse man darüber nachdenken, ob man die geplante Erweiterung des Kreisverkehrs an der B67/Rheinstraße zur Entlastung der Bahnhofstraße tatsächlich benötigt. (Kosten: 50 000 Euro). „Das sind vielleicht nicht die riesigen Summen. Aber 10 Projekte á 50 000 Euro sind dann eben doch ein großer Betrag“, so Pageler.

Beim Thema Schulen sieht er das letzte Wort noch nicht gesprochen. Pageler sieht noch eine Chance, dass Thema aufzugreifen. Er wünscht sich eine Sekundarschule in Gemeinschaft mit Bedburg-Hau, damit die jetzigen Hauptschüler aus Kalkar nicht nach Rees abwandern müssen.