Flughafen Niederrhein in Weeze kann Zinsen nicht zahlen
05.01.2012 | 17:52 Uhr 2012-01-05T17:52:00+0100
Weeze. Der Flughafen Niederrhein in Weeze konnte seine Zinsschulden in Höhe von 1,4 Millionen Euro beim Kreis Kleve bis zum Ende des Jahres 2011 nicht begleichen. Der Kreis wird jetzt Anteile des Airports in Höhe der Zinslast übernehmen.
Bis Ende 2011 konnte der Flughafen Niederrhein in Weeze Zinsschulden in Höhe von 1,4 Millionen Euro an den Kreis Kleve nicht begleichen. Dies teilte Geschäftsführer Ludger van Bebber der NRZ auf Anfrage mit. Wie berichtet hatte der Airport bereits im Februar 2011 auf die missliche finanzielle Lage hingewiesen und den Kreis Kleve um eine Stundung der Zinszahlungen bis Jahresende gebeten, in der Hoffnung, diese dann doch noch zahlen zu können.
Hoffnung hat sich nicht bestätigt
Diese Hoffnung hat sich nicht bestätigt. Wie vereinbart wird der Kreis Kleve jetzt Anteile des Airports in Höhe der Zinslast übernehmen. Ludger van Bebber teilt mit, dass ein Wirtschaftsprüfungsbüro damit beauftragt worden sei, den Wert des Flughafens zu ermitteln, um die Höhe der Zinslast in Unternehmensanteile umrechnen zu können. Wie hoch die Anteile für den Kreis Kleve letztendlich ausfallen werden, wird vermutlich im März im Kreisausschuss und Kreistag entschieden. „Für uns ist das sicherlich keine gute Lösung“, sagt van Bebber. „Denn wir stellen unser Unternehmen zur Verfügung. Es wäre für alle Beteiligten besser, wenn wir die Zinsen für unsere Darlehen zahlen könnten.“
Insgesamt beläuft sich die Schuldenlast des Airports beim Kreis Kleve auf 34 Millionen Euro. Ursprünglich hatte der Kreis Kredite in Höhe von 24,5 Millionen Euro gewährt. Die Umwandlung von Zinsen in Anteile kann bis zum Ende der Kreditlaufzeit im Jahr 2016 fortgeführt werden.
Flugverkehrsabgabe sei Wurzel allen Übels
Und dieses Szenario ist wahrscheinlicher geworden. Denn ob der Airport in diesem Jahr Zinsen wird zahlen können, ist ebenfalls sehr fraglich. „Das hängt letztlich von den politischen Rahmenbedingungen ab“, sagt van Bebber und verweist damit auf die neu eingeführte Flugverkehrsabgabe.
Für den Geschäftsführer ist sie die Wurzel allen Übels und habe maßgeblich zum Gewinneinbruch beigetragen. Beim Betriebsergebnis für das fliegerische Geschäft habe es einen Gewinneinbruch von 50 Prozent gegeben, so van Bebber. Er rechnet vor, dass die Fluggesellschaften, die in Weeze tätig sind, im vergangenen Jahr 9,6 Millionen Euro an Steuern abgeführt hätten. „Der große Gewinner ist der Bund.“ Die Steuerlast umfasse damit gut die Hälfte des Gesamtumsatzes des Airports.
13:40
Was sollte der Blödsinn mit einem Flughafen in Weeze? Dieser Flughafen, der nur von wenigen sogenannten "Billigfliegern" genutzt wird, und KEINERLEI Einnahmen aus dem Fluggeschäft erzielt, war und ist eine vollkommene Fehlinvestition. Für diese Fehlibnvestion sollen nun auch noch der Kreis, und damit wieder einmal die Steuerzahler aufkommen. Besser wäre ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Liebe Politiker macht dem bösen Spiel ein Ende und schickt den Flughafen in die Insolvenz, denn genau da gehört der Flughafen Niederrhein hin.
00:16
Weeze ist alternativlos systemrelevant. Dann zahlt mal schön - liebe Klever!
17:40
Trotz Einführung der Luftverkehrsabgabe sind die Fluggastzahlen in Deutschland um 3,5 Millionen Passagiere gestiegen.
Der völlig überschuldete Airport Weeze kann noch nicht einmal die Zinsen seiner Schulden begleichen.
Wer mag da noch von einer Jobmaschine oder Leuchtturmprojekt reden.
Wir zahlen alles zurück, so hieß es doch , als die Kredite flossen.
Insolvenz auf Insolvenz ist am Flughafen Weeze Alltagsgeschäft - siehe V-Bird oder Hamburg International.
Handwerker warten auf die Bezahlung offener Rechnungen.
Die genannten Schulden von 34 Millionen beziffern den wertlosen Flughafen, dessen Schulden nun als Sicherheit beim Kreis Kleve landen.
16:46
Im Zweifelsfall wirds der Steuerzahler richten, denn der Kreis kassiert über die Umlagen bei den Kreiskommunen. Bin mal gespannt, ob die das mitmachen.
14:23
Wurzel allen Übels ist sicherlich nicht die kleine Flugverkehrsabgabe, sondern sind die Verträge mit den Billigfluganbietern, denen die Nutzung unter Kosten geboten wird. So subventiniert der Steuerzahler, die auch ökologisch wahnsinnigen Billigflüge.
14:02
Ach der Kreis übernimmt nun einen Teil der Schulden. Im Klartext: es ist der Steuerzahler!