Ferien – große Abschiede wie noch nie

Laurenz hat die Grundschule in Rindern hinter sich, er wechselt zum Gymnasium.
Laurenz hat die Grundschule in Rindern hinter sich, er wechselt zum Gymnasium.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Einige Haupt- und Förderschulen schließen ganz, viele laufen mit verminderter Schülerzahl allmählich aus. Kinder und Lehrerkollegen besuchen im neuen Schuljahr in anderen Städten den Unterricht

Kreis Kleve..  Das Ende dieses Schuljahres bedeutet für die einen den strahlenden Spurt in die Ferien, für manche Aufbruchstimmung. Aber für eine große Anzahl Kinder und Lehrerkollegen ist es ein Jahr des endgültigen Abschieds wie nie zuvor. Einige Haupt- und Förder-Schulen schließen. Die Schüler werden in einer anderen Stadt den Unterricht besuchen.

Wie sie dort hin kommen, auch das steckt noch in der Organisation. Bisher waren für Förderschulen die Kommunen zuständig, künftig der Kreis. Der Schülertransport-Touren werden zentral ausgeschrieben, sagt Kreissprecherin Ruth Keuken. Durch die Konzentration besuchen ab dem neuen Schuljahr 220 Kinder das Astrid-Lindgren-Förderzentrum in Goch, 285 das „Zentrum Grunewaldschule Emmerich“, zu dem auch Kleves Ringschule als Dependance gehört, und 220 die Franziskusschule Geldern.

Mit gemischten Gefühlen verließen gestern Hauptschüler die Gebäude in Bedburg-Hau und Kalkar: Hierhin kehren sie nie wieder zurück. Die Schulen schließen.

Die Hauptschule St. Markus Bedburg-Hau schickt nun 90 verbleibende höhere Klassen zur Konrad-Adenauer-Hauptschule nach Kleve-Kellen. Dort werden nur noch die 9. und 10. Jahrgänge von Klever Schülern und seit dem vorigen Jahr auch letzte Klassen aus Kranenburg beschult – insgesamt sind es 2015/16 dann um die 280 Jugendliche. Nächstes Jahr kommen die Schüler der Wilhelm-Frede-Hauptschule Rindern hinzu – die sind in diesem Jahr noch mit 135 am Start. Dann läuft der Standort aus und wird als Gesamtschule Kleve ausgebaut.

Aus Kalkar gehen die letzten 80 Hauptschüler der höheren Klassen ab Sommer nach Rees oder wahlweise Goch. Die Gocher Gustav-Adolf-Hauptschule und die Reeser Rheinschule laufen beide komplett in allen Jahrgängen weiter. In Goch-Pfalzdorf nahm die St. Martin-Schule keine Neuanmeldungen an. Sie läuft noch zwei Jahre weiter, wird dann aufgelöst.

Die Verbundschule in Uedem hat bereits keine 5. und 6. Klassen und seit vorigem Jahr auch keinen Standort Weeze mehr, aber sie geht mit 270 Kindern ins neue Schuljahr. Im weiteren Kreis Kleve: Die Emmericher Hauptschule hat keine 5. und 6. Klassen mehr. Die Schulleiterin geht in Pension, ihre Stelle übernimmt der bisherige Hauptschulleiter von Kalkar.

Kevelaers Hauptschule: keine 5. und 6. Klassen mehr. Die Hauptschule in Kerken wird jetzt, Issum nächstes Jahr aufgelöst. Die Kinder aus beiden Kommunen werden die Gelderner Geschwister-Scholl-Schule besuchen, die im Herbst keine 5. und 6. Klassen mehr hat. Straelen-Wachtendonk hat nur noch 9. und 10. Schuljahre und läuft dann in einen Standort zusammen.

„Lösungen zum Übergang auch für Wiederholer wurden gefunden“ worden, sagt Schulrätin Angelika Platzen, die gestern an allen schließenden Schulen persönlich den Kollegen alles Gute wünschte. Die Lehrer gehen nach eigenen Wünschen auf andere Hauptschulen, in neue Systeme oder in die Pension.

Änderungen in der Grundschullandschaft gibt es für die Spyckschule in Kleve. Sie behält Klassen 2 bis 4. Die i-Dötzchen sind alles neue Montessori-Anmeldungen. Die bisherigen Montessori-Lerngruppen bleiben in Griethausen bestehen.