Expertisen nutzen

Bildung. Nun ist es also raus: Die Kalkarer Realschule und das Gymnasium sind notleidend. Die Anmeldezahlen sind so dramatisch eingebrochen, dass im Gymnasium eine Zweizügigkeit nur mit Ach und Krach konstruiert werden kann. Brechen im Laufe der Schulausbildung weitere Schüler weg, wird eine ordentliche Differenzierung in der Mittelstufe schwierig, wenn nicht unmöglich, in der gymnasialen Oberstufe wird ein differenzierendes Kursangebot gänzlich unmöglich. Was Verwaltung und Politikspitze (BM Fonck) als quasi neue Erkenntnis vortragen, ist Eltern, die ihre Entscheidung über die weiter Ausbildung ihrer Kinder zu treffen haben, schon längstens klar: Sie melden ihr Kind in der Umgebung an! Vermutlich sind das nicht einmal die lernschwächsten, sondern eher bildungsorientierte Kinder. Ein Augenmerk sollte man Zuwanderer aus Bedburg-Hau werfen: Dieser zweizügigen Sekundarschule geht möglicherweise die Eltern-Schüler-Akzeptanz ab. Ich bin gespannt, welche von den bislang inkompetenten Ignoranten sich zuerst mit einem strukturierten Vorschlag aus der Deckung wagt. Birgit Mosler, die BM-Kandidatin von SPD und FDP, hat das Problem ja wenigstens schon mal öffentlich formuliert. Meiner Einschätzung nach wird man an offenen Diskussionskreisen, die einander zuarbeiten könnten, nicht vorbei kommen. Tempus fugit (Die Zeit flieht)! Jede Expertise muss zum Wohle Kalkars genutzt werden.