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Exklusives Kunsthandwerk

26.11.2009 | 15:24 Uhr
Exklusives Kunsthandwerk

Bedburg-Hau. Für viele gehört der Besuch des Weihnachtsmarktes im Park vom Museum Schloss Moyland zum Muss in der Vorweihnachtszeit. Bald ist es wieder soweit. Vom 9. bis zum 13. Dezember steigt der prächtige Markt.

Wenn etwas zur Routine wird, dann wird's oft langweilig. Schließlich sagt auch das Lexikon, dass eine Handlungsabfolge, die vielfach wiederholt wird, zur Gewohnheit, sprich Routine, wird. Und das kann ja nur langweilig sein. Oder auch nicht, wie Johannes Look, Verwaltungsdirektor vom Museum Schloss Moyland es ausdrückt. „Die alljährlichen Vorbereitungen zum Kunsthandwerkermarkt im Park des Museums Schloss Moyland gehören zur schönsten Routine.” Und dass mittlerweile bereits zum zwölften Mal.

Foto: Thorsten Lindekamp

93 Kunsthandwerker stellen ihre Kostbarkeiten von Mittwoch, 9. bis Sonntag, 13. Dezember im Schlosspark aus. Ausschließlich nach hochwertigen Qualitätsgesichtspunkten ausgesucht von Walter Hoffmann, Kulturamtsleiter der Gemeinde Bedburg-Hau, und Jannie Uhlenbrock-Lueb, Assistentin der Museumsleitung.

Dazu zählen in diesem Jahr auch 28 neue Aussteller. Angeboten werden Steinmetzarbeiten, Papier, Glasperlen, Emaille, Keramik, Handgewebtes, Edelmetalle, Filz... und Holzarbeiten. Letztere gehören zum Schwerpunktthema des Marktes 2009: 17 Kunsthandwerker haben Holz in den Mittelpunkt ihrers Schaffens gerückt. So wie Ludwig Gerhard von Gerhards Spiel und design. Seit zehn Jahren befasst sich das traditionsreiche Familienunternehmen auch mit dem Bau exklusiver Brettspiele. Die vorwiegend für zwei Leute hergestellten Strategiespiele schmeicheln Augen und Tastsinn.

Ludwig Gerhards: „Unsere Spiele haben einen unheimlich großen Aufforderungscharakter, wenn sie nur rumstehen.” Denn das tun sie höchst dekorativ. Im Grunde sind es Spiele, die schon rein optisch wirken und nicht unbedingt gespielt werden müssen. Unbedingt schreiben sollte man aber mit den Stiften aus Edelhölzern von Stiftemacher Thomas W. Dieker.

Er zeigt nicht nur fertige Produkte, sondern auch die Entstehung der Schreibgeräte. Die mindestens so interessant ist, wie sein eigener Werdegang. Denn ursprünglich verdiente sich der Drechsler seine Brötchen als Musiker. Seit nunmehr acht Jahren kann er von seinen exklusiven Schreibgeräten leben.

Foto: Thorsten Lindekamp

Infos zum Bühnenprogramm, Öffnungszeiten, Eintritt, Parkplätzen, Pendelbussen und mehr www.weihnachtsmarkt-moyland.de

Anke Gellert-Helpenstein (Text) und Holzbach/Lindekamp (Fotos)

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