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Erfolg hat ein Gesicht

16.02.2010 | 16:21 Uhr

Goch. Anton van den Boom, Gesellschafter und Geschäftsführer der Nähr-Engel GmbH in Goch blickt auf 40 Jahre Firmenzugehörigkeit zurück. Als er 1970 als junger Ingenieur seine berufliche Laufbahn bei Engel begann, hatte er nicht daran gedacht, dass damit eine Erfolgsstory seinen Anfang nahm:

Nähr-Engel war zu dieser Zeit ein erfolgreiches Familienunternehmen in der Außerhausverpflegung und behauptete sich erfolgreich im Wettbewerb mit den großen Marken der deutschen Lebensmittelindustrie. Das Kartoffelwerk in Goch war vor ein paar Jahren übernommen worden, und Anton van den Boom gehörte zu den Köpfen, die an dem Ausbau des Werkes maßgeblich beteiligt waren; als Werksleiter war er der verantwortliche Mann vor Ort.

Ende der 90er-Jahre übernahm die Nestlé Deutschland AG die Firmenanteile von der Familie Engel und das Werk gehörte zum Konzern-Portfolio bis man sich durch ein Management Buy-Out von der Kartoffelverarbeitung im Jahre 2004 trennte. Das war die Chance für Anton van den Boom zusammen mit zwei weiteren ehemaligen Nähr-Engel Managern das Unternehmen als Gesellschafter zu übernehmen.

Heute werden dort mehr als 100.000 Tonnen Frischkartoffeln verarbeitet und 44 Mio Euro Umsatz mit rund 220 Mitarbeitern erwirtschaftet. Damit gehört das Unternehmen nicht zu den größten Kartoffelverarbeitern in Europa, sondern begründet seine Marktführerschaft für getrocknete Kartoffelprodukte durch Qualität, Innovationsfreudigkeit und Kundennähe. Mit diesem Konzept befindet sich das Unternehmen auf einem stetigen Wachstumspfad und ist mittlerweile nicht nur in Europa, sondern bis Asien, Südafrika, Australien und dem Mittleren Osten Lieferpartner des dortigen Lebensmittelhandels.

In diesen 40 Berufsjahren hat es Anton van den Boom immer verstanden, das Werk auf die Zukunft auszurichten. Das im nächsten Jahr in Betrieb gehende Biomasse-Heizkraftwerk wird ein weiterer, wichtiger Schritt zur Standortsicherung sein (die NRZ berichtete). Was könnte besser zu einem passionierten Jäger und Pferdeliebhaber passen, als Schutz der Umwelt in einem landwirtschaftlich geprägtem Unternehmen mit den ökonomischen Erfordernissen des Wettbewerbs zu einer Symbiose zu führen?

Übrigens: Mit seinem Sohn Stefan steht schon ein Nachfolger in den Startlöchern.

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