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Eltern der Realschüler verunsichert

25.03.2011 | 18:33 Uhr
Eltern der Realschüler verunsichert
Die Realschule an der Hoffmannallee. Foto: Heinz Holzbach/Waz/FotoPool

Kleve.Nächste Woche werden die Leiter der beiden Klever Realschulen mit Eltern sprechen: Ob sie ihre Kinder nicht doch an einer Hauptschule, einem Gymnasium oder an den Realschulen in Kalkar oder Goch anmelden wollen?

Es werden die Eltern der Schüler sein, die eine eingeschränkte oder gar keine Empfehlung ihrer Grundschullehrerin bekamen, den Weg über die Realschule zu nehmen. Aber die Landesregierung hat den Eltern ihr demokratisches Mitspracherecht wieder zurückgegeben, und die machen davon Gebrauch.

Die Realschule Kellen ist dreieinhalb-zügig konzipiert und wird wohl vier Züge aufnehmen, die Ganztags-Realschule Hoffmannallee ist mit vier Parallelklassen geplant und voll bis unters Dach.

Wenn man rund 40 Eltern nicht davon überzeugt, dass sie ihre Kids wieder abmelden, dann entscheidet das Los. So will es das Gesetz. Alle in die Trommel. Ob mit oder ohne Empfehlung. Kind ist Kind. „Unsere Intention ist, ohne Losverfahren auszukommen“, betont Kämmerer Willibrord Haas.

Die Schulleitungen sagen nichts dazu, bevor nicht Gespräche mit Eltern und natürlich der Stadt gelaufen sind. Nur so viel zur emotionalen Lage: „Die Eltern sind verunsichert. Das ist nicht gut“, so Hubert Wanders von der Karl-Kisters-Realschule. Das ist auch nicht gut für Kinderseelen. Endgültige Entscheidungen sollen erst Mitte April fallen, schätzt er. Haas bestätigt: „Vor den Osterferien“.

In Kalkar könnten weitere Kinder unterkommen: 90 Plätze gäbe es an der Realschule, 71 Kinder sind angemeldet. Auffallend: In diesem Jahr sind deutlich weniger Schüler aus Bedburg-Hau und Uedem dabei. Die Hauptschule hat 23 Anmeldungen, das Gymnasium 67 Interessenten.

Auch in Goch besteht kein großer Druck. Die Realschule verzeichnet 87 Anmeldungen und die Hauptschulen sind im Bestand gesichert: Goch 37, Pfalzdorf 26 neue Schüler. Gymnasium 112 Anmeldungen. Die fünfzügige Gesamtschule hatte wie immer mehr Anmeldungen als man annehmen konnte. Hier entschied das Losverfahren über 150 Kinder (85 Gocher).

Astrid Hoyer-Holderberg

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