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Einmal Kanaren, bitte!

03.05.2009 | 15:49 Uhr
Einmal Kanaren, bitte!

Hamburg International stationiert Airbus in Weeze: 13 neue Ziele und 15 Arbeitsplätze.

Weeze. Der Star des Tages trug Luftballons. Er zählte gerade mal drei Wochen auf der Welt und 150 Sitzplätze – aus Leder. Doch auch wenn der Airbus A319 mit der Aufschrift „Hamburg International” das Highlight am Samstag auf dem Weezer Airport war, so hielten Gäste ihre Blicke aufs rückwärtige Rollfeld nicht zurück. Denn: Ryanair startete und landete in unmittelbarer Nachbarschaft zur neu stationierten Hamburg-International-Maschine – ein Bild, das nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen nicht selbstverständlich war.

Die Erleichterung war allen Beteiligten buchstäblich ins Gesicht geschrieben, „diesen Tag hätten wir nicht besser finden können”, sagte Flughafenchef Ludger van Bebber. Lächelnd. Er strahlte mit Landrat Wolfgang Spreen, Weezes Bürgermeister Ulrich Francken sowie vielen weiteren geladenen Gästen nebst der Sonne um die Wette und freute sich umso mehr, an eben diesem Tag zudem einen „Meilenstein in der Touristik” feiern zu können. Denn mit Hamburg International heiße man eine „kleine flexible Truppe, mit der man eine Menge auf die Beine stellen kann”, 15 neue Arbeitsplätze und 13 weitere Ziele ab Weeze willkommen.

Ging es am Samstagmittag für den weiß-blauen Jet erstmals in Richtung Kanaren, werden mit dem jungen Flieger Ziele wie Bulgarien, Faro (Portugal)und Co. angesteuert. Mehr als 85.000 Plätze füllen in diesem Sommer das Kontingent der Airline ab Weeze – sowohl für die deutsche als auch niederländische Seite. „Weeze passt gut zu uns”, sagte Norbert Grella, einer der drei geschäftsführenden Gesellschafter von Hamburg International, und erläuterte: „Jung, modern, weltoffen – wie wir.” Und: „Unsere Expansion ist die Antwort auf eine große Nachfrage in Weeze.”

Landrat Wolfgang Spreen betonte, dass er inständig hofft, nach den Unruhen der vergangenen Tage den Airportbetrieb aufrecht erhalten zu können – und damit 1015 Arbeitsplätze. „Er ist für die Region lebenswichtig”, unterstrich Bürgermeister Ulrich Francken, der in seiner Ansprache zudem auf den sechsten Geburtstag des Flughafens verwies. Am 1. Mai 2003 war die erste Maschine gen London abgehoben.

Katrin Reinders

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