Eine Tasche voller Möglichkeiten

Kulturschaffende aus Kleve und Emmerich, sowie Verantwortliche der Stadtverwaltung Kleve haben einen bunten Kulturrucksack gepackt.
Kulturschaffende aus Kleve und Emmerich, sowie Verantwortliche der Stadtverwaltung Kleve haben einen bunten Kulturrucksack gepackt.
Foto: Funke Foto Services
Die Städte Kleve und Emmerich machen gemeinsame Sache beim Landesprojekt Kulturrucksack. Angebote für 3860 Jugendliche. Alte Post wird belebt

Kleve/Emmerich..  Kultur – das ist ein Begriff, der bei Zehn- bis 14-Jährigen nicht immer auf Begeisterung stößt. Das soll sich ändern. Zumindest in den Städten Kleve und Emmerich. Dazu machen die beiden gemeinsame Sache. Erstmalig führen die beiden Nachbarstädte das Landesförderprojekt „Kulturrucksack NRW“ zusammen durch. Die Zusammenarbeit ist nicht zufällig. „Denn nur gemeinsam konnten wir die erforderliche Anzahl an Jugendlichen zwischen zehn und 14 Jahren aufweisen, um an dem Projekt teilnehmen zu können“, erklärt Emmerichs Kulturchef Michael Rozendaal.

Die Teilnahme am Landesprojekt ist vor allem finanziell interessant: „Denn pro Kind bekommen wir einen Zuschuss von 4,40 Euro“, so Annette Wier vom Fachbereich Schulen, Kultur und Sport der Stadt Kleve. Gemeinsam haben sich die Städte einen Auftrag gesetzt. „Kinder an die Kultur heranführen“, so Harald Kleinecke vom Theater im Fluss aus Kleve. „Und zwar jedes Kind“, unterstreicht auch Sandra Heinzel vom TiK im Schlösschen Borghees in Emmerich. Heißt: Falls nicht anders vermerkt, sind alle Angebote kostenfrei. Wichtig: Die Angebote im Rahmen des Landesprojektes Kulturruckssack richten sich nur an die 3860 Jugendlichen zwischen zehn und 14 Jahren.

Angebote im Flyer

Beide Theaterstuben haben am Programm für den Kulturrucksack mitgearbeitet. Dabei hat jede Stadt ihre eigenen Aktionen zusammengestellt. Gemein ist ihnen aber eines: Sie sind zusammengefasst unter dem Titel „Augen auf!“. In den nächsten Tagen wird ein Flyer mit einigen Angeboten in den zwei Städten erscheinen. Wichtig: „Emmericher Kinder können auch an Aktionen in Kleve teilnehmen und natürlich auch umgekehrt“, so Michael Rozendaal. Vor allem in den Ferien werden die Kulturschaffenden verschiedenste Angeboten machen. So wird es vom 29. Juni bis 4. Juli jeweils von 11 bis 15 Uhr einen kreativen Ferienkurs geben – im leeren alten Postgebäude an der Hagschen Straße in Kleve.

Diese wird eine Woche lang der Raum für die Jugendlichen sein, in dem sie sich entfalten und kreativ sein können. Es kann getanzt, ein Kunstwerk geschaffen oder auch Theater gespielt werden. Zudem wird es Gruppen geben, die sich unter dem Motto „Der Theaterrucksack – eine Fantasietheaterreise“ treffen, ein konkreter Tag ist noch nicht geplant.

In andere Rollen schlüpfen

Fest steht aber, dass es darum gehen wird, Geschichten zu erfinden und in einer Verkleidung von einer in die nächste Rolle zu schlüpfen. Außerdem können die Teilnehmer Reisebilder und Figuren gestalten.

Eine weitere Kultur-Projektwoche ist vom 13. bis 20. Juli geplant. Sie wird aber 180 Euro für Unterkunft und Verpflegung kosten.

Das Projekt Kulturrucksack, an dem mittlerweile fast 200 Kommunen in NRW teilnehmen, ist zunächst für ein Jahr bewilligt. Die Erfahrung zeigt, dass aber auch in den folgenden Jahren das Projekt und damit die Zuschüsse für die Städte bewilligt werden.