Eine neue Tankstelle für Kranenburg

Kranenburg..  Wer zur falschen Zeit versucht über die Klever Straße das Kranenburger Zentrum zu erreichen, kann schon mal im Stau stehen. Grund sind die vielen Niederländer, die wegen der niedrigeren Spritpreise lieber in Deutschland tanken und maßgeblich dafür sorgen, dass sich der auf die Tankstelle an der B9 abbiegende Verkehr zum Teil bis in den Kreisverkehr zurückstaut. Das und die zu kleine Fläche möchte der Betreiber der freien Tankstelle (von Kleve gesehen links vor dem Kreisverkehr gelegen) ändern und auf der gegenüber liegenden Straßenseite eine moderne Tankstelle errichten. Die bestehende und seit Jahrzehnten betriebene Station an der Klever Straße 64 würde im Gegenzug abgebaut.

Mit diesem Projekt hat sich der Investor jetzt an die Gemeinde gewandt – in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause beschäftigten sich die Politiker damit und signalisierten ihm, dass sein Plan wohl realisierbar sein wird. Die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans wurden dem Investor in Aussicht gestellt.

Verkehrsgutachten ist erforderlich

Das ist notwendig, weil das Grundstück bislang als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen ist. „Aber“, so Bürgermeister Günter Steins, „die Gemeinde ist stets bemüht, unternehmerischen Bemühungen positiv und wohlwollend gegenüber zu stehen.“

Zunächst wird der Betreiber der Tankstelle ein Verkehrsgutachten in Auftrag geben. Hintergrund dafür sind Bedenken des Landesbetriebs Straßen NRW, wenn es um die Anbindung der geplanten Tankstelle an B9 bzw. Zubringer zur B504 geht. Die Verkehrsuntersuchung soll nun Erkenntnisse darüber geben, welche Maßnahmen für einen weiterhin zügig abfließenden Verkehr nötig würden.

Was den Zeitraum für Planung und Bautätigkeit angeht, rechnet Bürgermeister Steins mit bis zu einem Jahr. Die Kosten für das Verkehrsgutachten und die Aufstellung des Bebauungsplans übernimmt dabei der Investor.