Eine Kulturmeile für Kalkar

Kalkar..  Die Stadt Rees macht es bereits seit Jahren vor: Mit Kunst und Kultur zieht man Publikum in die Stadt – sie muss nur interessant genug sein. Die jüngste Ausstellung „Alltagsmenschen“ hat viele Niederrheiner fasziniert und zu einem Besuch angeregt.

Kalkar hat ein ähnliches Potenzial. Die historische Altstadt ist am unteren Niederrhein einzigartig, mit vielen mittelalterlichen Häusern und einer wunderbaren Ausstattung an Wanderwegen um die Stadt. Nur leider werden diese Anziehungspunkte viel zu wenig wahrgenommen. Es fehlen schlicht die Anreize.

Das Forum Kalkar hat jetzt einen Antrag zur Bereitstellung von öffentlichen Flächen für Kunstausstellungen im Freien gestellt. Fraktionschef Lutz Kühnen möchte mit spannenden Objekten und Skulpturen in der Öffentlichkeit einen Fokus auf die schönen Seiten Kalkars legen. Rund um den Taubenturm, den Schwanenteich und die Schafswiesen ließen sich ohne großen Aufwand solche Kunst-Installationen aufbauen. Die Stadt Kalkar soll diese Flächen nun ganz offiziell der freien Kulturszene zur Verfügung stellen.

Kunsthochburg Kalkar

In der Begründung des Antrages schreibt Lutz Kühnen: „In der jüngeren Vergangenheit werden erfreulicherweise vermehrt Anstrengungen unternommen, die Stadt Kalkar nicht nur als „Schlemmermeile des Kreises Kleve“, sondern auch als „Kunsthochburg“ zu etablieren. Beispiele hierfür sind die Gründung der „Kunstakademie Kalkar“ sowie die Bemühungen zur Realisierung der Ideen zur Nutzung des Hauses Alfred Sabisch.

Zur Unterstützung dieser Bemühungen sowie zur Weiterentwicklung der Idee, Kalkar als Stadt der Künste zu positionieren, schlagen wir das Projekt „Kunst Und Schafe Schwanenhorst / Stadtpark (KUSSS)“ vor.

Dabei würden die städtischen Freiflächen entlang der Straßen Am Stadtpark, Am Schwanenhorst und Op de Wacht seitens der Stadt als Ausstellungsflächen für Kunstwerke zur Verfügung gestellt.“ Kühnen denkt, dass diese Flächen für so manchen freischaffenden Künstler der Stadt interessant sein können, um sich zu präsentieren. Die Ausstellungsflächen könnten der Öffentlichkeit im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des 775. Jahrestages der Verleihung der Stadtrechte im Herbst nächsten Jahres erstmalig mit Kunstwerken präsentiert werden, so der Wunsch des Forums.

Kosten sollten dabei kein anfallen. „Die Flächen gehören der Stadt Kalkar und müssen nicht besonders hergerichtet werden“, so Kühnen. Für Ausstellungen müssten dann Sponsoren einspringen. Der Antrag soll jetzt im Kulturausschuss am 8. November beraten werden.